es ist wohl müßig, die gesamte Geschichte des Priest Shouters mit ihren Ups and Downs erneut aufzurollen. Wichtig ist, dass der Glatzkopf derzeit den Metal Train ordentlich anfeuert und dabei mit Manowar'schem Durchhaltevermögen mit Metal Platitüden kokettiert.
Doch wenn musikalisch dabei mehr herauskommt als bei den Priestern seit "Painkiller", dann soll uns das ja recht sein.
Auch wenn mit Songs wie "The Mower" moderne Töne angeschlagen werden und es mit "I Know We Stand A Chance" und "Twenty-Five Years" auch mal Zeit für ruhige Töne ist, so erinnern doch viele Kompositionen, bei denen z.T. Gitarrist Roy Z beteiligt war, an gutklassige Priest Songs, wie wir sie gerne auch auf den letzten beiden Studioalben der Briten gehört hätten. Da dort aber Fehlanzeige war, ist es kein Wunder, dass die Priester lieber 30 Jahre "British Steel" feiern, während ihr Frontmann mal eben 14 neue Songs aus dem Schmiedefeuer zieht. Mit Songs wie "Fire & Ice" oder "Speed Of Sound" geht man eindeutig in die Zeit von "Painkiller" und davor zurück. Während Songs wie "There's no Tomorrow" oder "We Own The Night" eher die rockige Midtempo Seite des Oberpriesters zeigen, wird mit "Undisputed" oder "Fire & Ice" auch mal etwas härter gerockt.
Stünde Priest auf dem Cover, würden sicherlich niemand der Meinung sein, dass der angekündigte Ruhestand der Briten zur rechten Zeit kommt.
The Priest lives on, und zwar in seinem Kopf. Halford beweist, dass er sich zurecht mit dem Titel Metal God schmückt!