Horseman, eine Metalcore/Groove Metal/Thrash/Modern Metal Band, die sich 2008 in Ostwestfalen formierte, veröffentlichte in Vergangenheit insgesamt drei Alben (2010, 2012, 2018). Unschwer zu erkennen sind die acht Jahre zwischen Album #3 und dem vorliegenden Werk No Surrender In Dark Days. Kapitulieren gilt nicht! Also rein in den virtuellen Moshpit.
Erstmal eine kleine Geländetaufe: Ostwestfalen... Die Höhenrippe Teutoburger Wald trennt auf einer Länge von Norden bis Südwesten das mondäne Münsterland in NRW von Osnabrück in Nds und dem Mühlenlandkreis (Minden-Lübbecke) (wieder in NRW) und dem Wasserstraßenkreuz Weser-Mittellandkanal, trennt das Ostwestfalen-Lippische (NRW) vom Schaumburg-Lippischen (Nds), beherbergt das Hermannsdenkmal, die Externsteine. Ostwestfalen selbst ist wirtschaftlich berühmt für die Möbelindustrie, berühmt für einen ganz, ganz großen Verlag in Gütersloh, berühmt für den größten nationalen Schlachtbetrieb, berühmt für die Entwicklung und Herstellung von Tiefkühlkost. Und kulturell beheimatet es eine Kreisstadt, die die fiktive Figur Günther der Treckerfahrer nur Biiiielefeeeehlt ausspricht, über die die Münsteraner ihre Witze machen und manch andere sagen, sie gäbe es nicht. In Weslely C. Salmon'scher Logik haben wir die Prämissen: 1. Horseman ist eine Band, 2. Horseman kann man sinnlich wahrnehmen, 3. Horseman kommen aus Bielefeld. Damit ergibt sich die Konklusion: Es gibt Bielefeld. Vor schlechten Witzen kann man getrost kapitulieren, vor guter Musik und guten Bands verneigt man sich und zieht seinen Hut. Und das ist mein globaler Eindruck vom Album No Surrender In Dark Days. Das instrumentale Gitarrenintro Dark Days mit einsetzendem Bass leitet für die folgenden 50 min die lyrisch-musische Auseinandersetzung über den Kampf gegen persönliche und äußere Dunkelheit, Identität, innere Stärke, Verzweiflung, Hoffnung und Widerstand ein. Eine Minute Zartheit und Zerrbrechlichkeit. Denn dann saust ab No Surrender eine musikalische Druckwelle durch die Kiefernwälder auf Sandboden um Bielefeld. Nach dem Intro des Albums animiert die Mucke sofort zum MItwippen und -nicken. View erlaubt anfänglich ein bisschen verschnaufen zum Stretchen, steigert sich zum beinahe bruchfreien Übergang zum Song Trouble Will Find Me. Sending Fire bleibt im gleichen Drive, das ruhige Intro The Cores ist nur von kurzer Dauer. Dann reißt einen der Groove gleich wieder mit. Kissind Dirt schließt das Album wuchtig ab. Wäre man in einem Konzert, würde man sich wahrscheinlich jetzt glücklich den Schweiß von der Stirn wischen und sich ein kaltes Getränk zum Elektrolyteausgleich in den Schlund ballern.
Eine bei allen Reviews innewohnende Frage ist: Gefällt mir die Musik eines Künstlers so, dass ich sie auch privat konsumieren würde? Das kann ich bei Horseman am Ende der Durchläufe ohne Zögern bestätigen. Mir gefallen die Shouts Stefan Böhms, die Arragements, der packende Groove. Meine zarten Gehörgänge nehmen nur an einigen Stellen im Low-End-Bereich Frequenzüberlagerungen wahr, die dann leicht matschen. Da fehlt dann die Klarheit des Sounds. Bei No Surrender fiel es mir erstmalig auf.
Eine bei allen Reviews innewohnende Frage ist: Gefällt mir die Musik eines Künstlers so, dass ich sie auch privat konsumieren würde? Das kann ich bei Horseman am Ende der Durchläufe ohne Zögern bestätigen. Mir gefallen die Shouts Stefan Böhms, die Arragements, der packende Groove. Meine zarten Gehörgänge nehmen nur an einigen Stellen im Low-End-Bereich Frequenzüberlagerungen wahr, die dann leicht matschen. Da fehlt dann die Klarheit des Sounds. Bei No Surrender fiel es mir erstmalig auf.
Fazit: Horsemans No Surrender In Dark Days ist für Freunde des Groove Metals (mit moderierenden Metalstilen) absolut empfehlenswert.