Die Stimmgewalt des Amerikaners brachte ihm in seiner mehr als 30 Jahre umfassenden Karriere bereits Anstellungen bei Rainbow und Deep Purple ein, aber auch bei zahlreichen Projekten wie Mother's Army, Brazen Abbot oder dem Hughes Turner Project.
Jetzt war es aber mal wieder an der Zeit, ein Solowerk einzuspielen.
Turner wollte mit diesem Album von Anfang an seine Rockwurzeln betonen und arbeitete daher beim Songwriting mit anderen Rockgrößen wie Ritchie Blackmoore, Roger Glover und Jim Peterik zusammen.
Herausgekommen ist ein gradliniges Hardrockalbum mit ausgefeilten Gesangslinien und kernigen Gitarrenriffs. Dabei bedient sich der Ausnahmesänger aller Trademarks sog. Stadionrockbands: ausgefeilte Soli, treibende Gitarrenriffs, leiernde Keyboards bzw. Hammonds, druckvolle Drums und akrobatische Sangesleistungen. Dabei wird auf eine ausgewogene Mischung aus ruhigen Elementen (z.B. In Your Eyes) und waren Rockern (z.B. Over The Top) geachtet. Beachtlich ist, dass sich Turner dazu herab lies, mit "Sweet Obsession" einen alten Bonfire Songs vom Fire Works Album aufzunehmen. Ich find's geil! Höhepunkt ist jedoch der Bonustrack (!) "Two Lights", den nur die Europäer bekommen: der Refrain erinnert an ganz große Hardrockleistungen aus den 80igern! Hervorragend.
Alles in allem ist "Second Hand Life" sicherlich irgendwo ein Retortenalbum, das von Kopf bis Fus durchgeplant wurde, andererseits ist Turner so sehr Vollblutmusiker, dass er auch ein geplantes Album zu einem Juwel machen kann: sehr hörenswert!