Ganz erhrlich, beim "Ingress" des Debütalbums "The Living Measure Of Time" der britischen Newcomer "Jurojin" graute es mir schon ein wenig vor dem Rest der Platte.
Was da aus meinen Lautsprechern drang, waren zarte Gitarrenakustiklänge gepaart mit Rasseln, die im Kopf Bilder von bunten Schmetterlingen auf einer Frühlingswiese projizieren. Mit den ersten Tönen von "The Scars" veränderte sich der Sound jedoch und ging in einen doch sehr überzeugenden Alternative-/Indie-Rock über. Während bei "Proem" nochmals die Schmetterlinge zurück ins Gedächtnis geholt werden und auch nicht so recht wieder verschwinden wollen, sind "The Scars", "The Liar", "The Winter", "The Equinox" und "The Dreaming" Songs, die durch Melodie, Harmonie, Rock, Gitarren- und sonstigem Instrumentensound sowie Stimmgewalt bestechen. "The Living Measure Of Time" macht auf mich den Eindruck, als wolle es eine Menge mehr als nur 6 Lieder auf den Markt werfen. Ich muss gestehen, ich habe nicht im Einzelnen auf die Texte geachtet, bin mir aber sicher, dass das Londoner Quintett mehr als eine bedeutende Botschaft in ihnen verpackt hat.