Schön, dass es noch Bands gibt, auf die man sich verlassen kann. Die Hildesheimer Noisecoreler sind nun seit 15 Jahren auf ihrem kompromisslosen Weg, der auch schon mal einen Plattendeal kosten kann. Auch das neueste Output ist eins: Düster.
Kaum jemand versteht es so viele Facetten dieses Lichtmangels auf eine CD zu pressen wie L.MINYGWAL. Egal ob es ruhig zugeht oder brachial wie bei ´She, franatic-ly, wrote a poem, and distortel-ly, couldn't remember who she was´ - so richtig hell wird´s nicht. Allein dieser Songtitel macht deutlich, wie unkonventionell und verstörend das Trio ist. Auch die elektronischen Zwischenspiele sind beklemmend und glücklicherweise frei von jeglichen Tastenklischees. Abgerundet wird die Platte durch eine sehr eigenständige Coverversion von AMERIKAs ´Horse With No Name/Desert Song´. Wieder mal sehr gelungene, nicht ganz leicht verdauliche Kost. Angstfreie sollten sich bei Myspace ihr Bild machen. Da gibt es auch ein exzellentes Video zu ´Horse with No Name´ zu sehen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Combo, die seit Jahren gute Kritiken erhält, nun auch mal die verdiente Aufmerksamkeit von den Fans bekommt. Das Gros der auch so abgefahrenen Extremmetaller lassen sie wie Schuljungen aussehen, denen die Milch auf den Pausenhof geplumpst ist. Einziger kleiner Minuspunkt an ´Ayue´ ist, dass die Gitarre ab und an etwas zu weit in den Vordergrung gemischt wurde.