Was viel versprechend beginnt, endet dann leider doch im Chaos. "Manngard" legen auf "European Cowards" amtlich los wie eine Mischung aus früheren "Entombed" und "Myrkskog". Von Ersteren haben sie den Groove, von den Letzteren die Geschwindigkeit und Spur von Sickness auf dem Kasten.
Musikalisch werden hier so manch fette Riffs verbraten und kuriose Breaks gesetzt. Was schlussendlich dann doch gewaltig nervt, ist das chaotische Durcheinander, das schon beim vielen schlechten Gebrülle, was selbst Harcore-Sänger besser hinbekommen, losgeht und in einer teilweise nicht vorhanden Songstruktur gipfelt. Die Death Grunts hingegen sind ganz angenehm und passen ganz gut zum Sound der Truppe. Was man "Manngard" definitiv zu Gute halten muss, ist ihr ureigener, unverwechselbarer Stil aus Death Metal mit leichten Black-, Industrial- und Grindcore-Einflüssen. Dennoch wäre hier weniger vielleicht mehr gewesen.