Ich weiß nicht, ob Derrick Green mit dieser neuen Band schon mal seinen Abschied vom einstigen Thrash-Metal Flagschiff Sepultura vorbereiten will. Auf jeden Fall liefert er hier nebst Band ein wesentlich besseres Werk ab als die (ehemaligen) brasilianischen Vorreiter.
Sind Sepultura kurz davor, endgültig in der völligen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, könnten wir mit Musica Diablo einen Nachfolger präsentiert bekommen. Derrick singt und brüllt recht abwechslungsreich, manchmal sogar ähnlich wie Max Cavalera zu "Beneath The Remains/Arise"-Zeiten. Doch es gibt auf dieser diabolischen Scheibe nicht nur Thrash Metal alter Schule zu hören. Ein Schuss Hardcore wird immer wieder mal ins Gebräu gemixt. Stellenweise fühle ich mich etwas an ältere Nuclear Assault-Scheiben erinnert. Am Songwriting sollte man auf folgenden Releases noch feilen, ein guter Anfang aber ist gemacht.