Italienischer Death Metal? Oha! Gespannt schiebt der Rezensent das Scheibchen in den Schacht, und... soso. Tight und entschlossen brettert man nach bestem amerikanischen Vorbild nach vorne los, mit einem recht modernen Gesamtsound, der von einem früh-neunziger Gitarrensolo unterbrochen wird.
Hier werden keine Gefangenen gemacht, und auch wenn die Songs nicht sofort zünden, wird der zweite und dritte Durchlauf nicht zur Qual: Guter Standard-Death, wie er sein sollte - wenn mit dem Albumtitel auf diese schöne Tradition angespielt werden sollte, kann das für mich nur heißen: Daumen hoch. Punktabzug gibt es höchstens für das Slayer-Cover "Necrophiliac", das, wie sollte es anders sein, kräftig ins Beinkleid ging und das breit zur Schau getragene, nebulöse Halbwissen, was antike Sprachen angeht: Antropophagus heißt richtig Anthropophagus und ist mitnichten lateinisch, sondern lediglich die Latinisierung eines aus den griechischen Begriffen Anthropos (Mensch) und phagein (essen) zusammengesetzten Wortes. Jaja, die klassische Bildung...