Die Finnen schaffen es einmal mehr die abgespacte LSD-Welt auf den Kopf zu stellen - oder ist das doch eher umgekehrt zu verstehen!
"Värähtelija" ist vollgepackt mit aggressiven Black-Riffs, heftigen Noise-Attacken, Doom-Sludge-Alternativ-Sphären sowie ab und an gewissen melancholisch-angehauchten Zwischentönen. Man weiß beim ersten Durchgang nicht wo man sich nun befindet, auch beim zweiten wird es nicht besser und beim zehnten, wenn man es geschafft haben sollte, wird es auch nicht eindeutiger. Doch genau das macht es eben bei vielen Liebhabern derartiger "nicht-eindeutig-platzierbaren"-Songs das gewisse Etwas aus. Allein das knapp 18minütige "Vaseman käden hierarkia" lädt ein, in den verschiedensten Welten des Ausnahmezustands zu versinken …
... wenn man nur wüsste, was diese Band uns alles so damit sagen will, vor allen Dingen mit den Lyrics?!
Klar, auch ORANSSI PAZUZU erfinden nichts wirklich Neues, aber es ist schon ein weiteres gewöhnungsbedürftiges und daher eben spannendes Album, an das man sich wirklich herantrauen darf; wenn man für abgedrehtes Zeug offen ist. Ansonsten, Finger weg.
- 70 Minuten: Kopfkino der Avantgarde irgendwo zwischen Neurosis, Antigama und Einstürzende Neubauten gelegen - Chaos, Aggression und Trip-Trance!