Die Isländer gibt es nun schon seit fast 10 Jahren. Grund dafür, dass sie nicht richtig voran kamen, war, dass sie Probleme hatten, einen Drummer zu finden. Ein nachvollziehbares Argument auf einem kleinen Eiland, das nicht gerade eine Metal Hochburg ist.
Im Info wird die Musik mit der rauen Natur in den Wintermonaten verglichen - da ist was dran. Ich würde es als langsamen, epischen Black Metal bezeichnen. Die Produktion ist angemessen rau und auch wenn die Platte nicht sonderlich spektakulär ist, macht sich eine düstere Atmosphäre breit - bis zum 5. Song. Der tötet die mühsam aufgebaute Stimmung mit seinem Happy Metal auf einmal ab. Auch die Produktion ist ab diesem Track klarer, aber nicht besser. Wenn der Vergleich zu Island halten soll, so scheint es, als sei man in einem dortigen Disneyland angekommen. Auch wenn sich die Fünf bei den folgenden drei Tracks wieder etwas fangen, wäre es mir wesentlich lieber gewesen, ein EP mit nur den ersten vier Songs rauszubringen. Der Rest ist banal und hat wesentlich mehr Pathos als Tiefgang. Insgesamt also eine sehr durchwachsene Platte.