Auch wenn die Zuweisung zu bestimmten Genre wenig beliebt und von Interpreten häufig kritisiert wird, nutze ich das Instrument, um einen schnellen Einblick in die Musik von RESIST zu bieten. Ich sehe die Musik der Briten eindeutig in der Electropop-Sparte.
Sicherlich könnte man sich darüber streiten, ob Electro mit Rock gemischt wird oder umgekehrt. Für mich aber nimmt eindeutig der Elektroeinschlag den dominierenden Anteil ein. "Burning up" und "Addicted" sind gute Beispiele für die Electrolastigkeit. "I am not the Enemy" dagegen ist wesentlich stärker Gitarrendominiert und außerordentlich rockig im Gesang. Der Song sticht durch seine eingängige Melodie heraus. Verständlich also, dass gerade dieses Stück dem Album als digitale Single-Veröffentlichung vorangeschickt wurde. Keine schlechte Wahl! Allerdings kann man von ihm nicht das durchschnittliche Klangbild des Albums ableiten. Ähnlich rockig zeigt sich lediglich noch "Crush me". "She's not me" repräsentiert da schon eher den musikalischen Stil von "The Ride", d.h. ein traditionell statisch wirkendes Electroklangerlebnis gepaart und aufgepeppt mit gut positionierten, verhaltenen Gitarrenriffs. Letztgenannter Titel wirkt auf mich ähnlich hitverdächtig wie der Opener "Tattoed".
Liebhabern der Electropop-Sparte gefallen Resist bestimmt. Ein Reinhören in die Platte (Internet machts möglich) empfiehlt sich auf jeden Fall.