Schon seit Ende der Achtziger treibt diese tschechische Band ihr Unwesen. Und ein Kritikpunkt, den sich viele andere Bands gefallen lassen müssen, trifft auf Root keineswegs zu: fehlende Eigenständigkeit.
Die Combo schafft es, auf ihrem bereits achten Album ein völlig eigenständiges Düster-Metal-Gebräu an den Start zu bringen, dass von Thrash über Death Metal und allgemein Dark Metal alle Metiers in sich vereint. Vor allem in Punkto Gesang ist von Death Metal Growls bis fast schon Operngesang alles vertreten. Das bringt zwar Punkte in Sachen Originalität, ist aber gleichzeitig auch die Schwäche der Platte. So kreativ das Songwriting auch ist, hin und wieder verzettelt sich die Band und bringt einfach zu viele Ideen in den Sound ein. "Daemon Viam Invenient" ist also auf jeden Fall eine Herausforderung an den Hörer. Ich kann den Songstrukturen persönlich nicht immer folgen, empfehle aber dennoch allen Musikfans, die bereit sind, die schon ausgelatschten Pfade mal zu verlassen, in die Platte reinzuhören.