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Rose Tattoo - The Albums 1981-1984-4CD Set

VÖ: 20. Februar 2026   •   Label  Cherry Red Records

Pünktlich zum 50. Geburtstag und zur geplanten Auflösung von Rose Tattoo legen Cherry Red Records die ersten vier Alben in einer 4 CD Box neu auf.

Das erste Album erschien bereits 1978 ohne Titel in Australien und wurde 1981 als Rock n Roll Outlaws im Rest der Welt veröffentlicht. Die Aufnahmen fanden bei Albert Record Studios statt und es entstand das beste Street Rock Album überhaupt. ROSE TATTOO erlangten den Ruf, die kleinen, bösen Brüder von AC/DC zu sein. Optisch passte das: der 1,55 m kleine, kahle Sänger Angry Anderson und seine ebefalls tättowierten Begleiter wirkten eher wie kriminelle Mitglieder einer Straßengang als die üblichen „Netten Jungs“ der Rock Scene. Das brachten sie auch textlich und musikalisch auf den Punkt, denn „Nice Boys (don’t play Rock n Roll)“ wurde einer ihrer größten Hits: schnell, frech und rotzig tönt das, was aus den Boxen kommt. Dazu die Slidegitarre von Pete Wells und die Stimme von Angry, der wie eine mit Whiskey geölte Variante von Rod Steward klingt. Und auch andere Songs, wie das bluesige „The Butcher and Fast Eddy“ erzählen wahre Geschichten von der Straße. Der Song „Rock n Roll Outlaw“ wurde von von Helen Schneider gecovert und umbenannt zu „Rock n Roll Gipsy“. Das ganze Album enthält keine Ausfälle und überzeugt durch seinen bluesig rockenden, leicht punkigen Charme von Anfang bis Ende.

„Assault and Battery“ verfeinerte darauf den Kurs der Band etwas und wirkt teilweise aggressiver und metallischer. Auf dem Album sind Rocker Hymnen wie „Out of this Place“ und „Rock n Roll is King“, packende schnelle Killer wie der Titeltrack, „All the Lessons“, „Manzil Madness“, „Magnum Maid“ oder „Suicide City“. „Sidewalk Sally“, „Chinese Dunkirk“ erzählen gekonnt aus dem Rotlicht Millieu. Auf der Tour verließ Rhytmus Gitarrist Mick Cocks die Band und wurde durch „Rockin‘ Rob Riley“ ersetzt.

Mit ihm enstand das dritte Album „Scarred for Life“ ein Jahr später, welches einige Veränderungen mitbrachte. Der Titeltrack gehört mit Sicherheit zu den stärksten, passensten Hymnen von Rose Tattoo. Hier schrieb Angry Anderson einen autobiografischen Song, welcher der kompletten Fangemeinde aus der Seele spicht. Genauso wie „We can’t be beaten“, welches auch bei keinem Konzert fehlen darf. „Juice on the Loose“ ist schlüpfrig und begeistert als Boogie Rocker. Das hymnische „Who’s got the Cash?“ klingt fast schon etwas handzahm dagegen, kann aber mit netter Melodie überzeugen. „Branded“ wirkt eher wehmütig und verliert ein wenig die Spur. Ein wenig energetischer tönt „Texas“ aus den Boxen und erinnert passenderweise an die Texaner ZZ Top, welche von Rose Tattoo auf Tour supportet werden. Eine echte „Gute Laune Hymne“ hätte ich am wenigsten erwartet, doch „It’s gonna work itself out“ macht seinem Namen alle Ehre und ist ein echt positiver Ohrwurm. Reggai Elemente bietet dann die Spannerhymne „Sydney Girls High“, ein Lied über eine Mädchen Schule in der Nähe des Proberaums. Als Wiedergutmachung folgt dann der einzige schnelle Song „Dead Set“, der endlich den punkigen Rotz von früher zeigt. Im Abschlussblues „Revenge“ schreibt Anderson über indonesische Einwanderer, welche (seiner Ansicht) das Soziale Netz Australiens ausnutzen, ohne sich zu integrieren. Dass der Text die Band eher in die rechte Ecke stellt, war Anderson damals nicht wirklich klar.

Nach der Scarred for Life Tour, verließen die Gitarristen Wells, Riley und Schlagzeuger Dallas „Digger“ Royale die Band und nur Angry und Basser Geordy Leach blieben. Mit neuen Musikern entstand das Album „Southern Stars“, welches mit dem ursprünglichen Sound nur noch wenig zu tun hat. Alles darauf ist deutlich weichgespült und zahm. Nur noch wenige Songs, wie der Titelsong, „Saturday Rage“, „Death or Glory“ und „The Radio said Rock n Roll is dead“ konnten die Fangemeinde an bessere Zeiten erinnern. Nummern wie „I wish“, „Freedom’s Flame“, „No Secrets“ oder „Pirate Song“ haben mit den alten Trademarks nichts mehr zu tun. Jede CD erhält

einige Bonustracks, die allerdings schon bekannt und nicht exklusiv sind.

Das Booklet ist mit vielen alten Fotos und interessanten Linernotes bestückt.

Bewertung

CD 1 Rock n Roll Outlaws                             15/15

CD 2 Assault & Battery                                   13/15

CD 3 Scarred for Life                                      10/15

CD 4 Southern Stars                                         05/15





 
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