Wieder mal eine Bezeichnung im Info, die meiner Meinung nach komplett in die Irre führt: Melodic Dark Metal. Bei dem Debüt dieser jungen Formation geht es zwar um dunklen Metal, aber Melodien sind sicherlich nicht das stilprägende Element. Eher schont wagt man sich an fast schwarzmetallische Härte.
Sänger Danny kreischt sich durch klischeebeladene Titel wie "Lebensangst", "Sphären der Dunkelheit" oder "Winterdepressionen". Hier sind Satanic Syndrome (nun auch nicht gerade ein innovativer Bandname) wie so viele Bands in die Falle getappt: Wird auf Deutsch gesungen und versucht, besonders düster rüberzukommen, wird's schnell hochnotpeinlich. Und das ist hier leider der Fall. Die Musik hingegen geht einigermaßen in Ordnung: Mit dem keyboardlastigen aber nie zu weichgespülten Material erinnert man mich ein wenig an Ahnenstahl, wenn auch deren Klasse nicht erreicht wird. Insgesamt liegt "Ein Traum in Rot" damit noch knapp im ausreichenden Bereich.