Das wichtigste an Demos ist ja häufig der Sound und der geht auf dieser EP absolut in Ordnung. Musikalisch wagen sich Solus an eine Mixtur auch Progressive und Metal. Zum einen positiv ist dabei das spieltechnische Niveau der Band, das für diese Art von Musik aber auch einfach unabdingbar ist.
Hier klingt alles sauber gespielt und aufeinander abgestimmt. Auch wenn die drei Songs plus Intro kaum über eine Viertelstunde hinausreichen, wurden auf der EP doch einige Ideen verwurstet. Das hat den angenehmen Effekt, dass Solus trotz natürlich auftretender Parallelen zu den Großen des Genres recht eigenständig klingen. Abstriche gibt es jedoch für die billig klingenden Amiga-mäßigen Computersounds in "Frantic". Bitte Finger weg von so was! Überzeugen können hingegen die warmen Keyboards im Hintergrund (ich möchte wetten, dass ein gewisser Jon Lord dem Keyboarder der Band ein Begriff ist). Alles in allem ein ordentlicher Anfang, den wir hoffentlich bald über Albumdistanz bewundern dürfen.