Selbst an traditionellem Hardrock können sich die Geister scheiden: die einen sehen in der Scheibe einen "hervorragender Einstieg in die derzeit sehr aktive Szene", die anderen "ein AOR-Album, das kein Mensch braucht". Doch zunächst zu den Fakten.
State of Rock besteht zu 3/4 aus Frontline Mitgliedern (Robby Böbel, Hutch Bauer, Rami Ali) und wurde durch ex-TNT Sänger Tony Mills vervollständigt. Das sind ja nun erstmal nicht die schlechtesten Voraussetzungen.
Musikalisch stürzt man sich dann auch ohne Experimente zu machen Hals über Kopf in die AOR Fluten. Böbel hat dabei auf einen kratzigen und traditionellen Gitarrensound geachten und die Songs strotzen vor Melodien und guten Patterns. Letztlich trifft der Vergleich mit Frontline und TNT dann eben doch gut auf das neue Material zu - hier wird die Welt nicht neu erfunden, doch wenigstens wurden gute Songs geschrieben. Wer allerdings mit der Musik der 80iger Jahre abgeschlossen hat, der wird um dieses Album einen großen Bogen machen. Für alle Freunde von TNT, Fate oder Frontline dürfte dieses Werk jedoch Wasser auf die Mühle der Hardrockmachine sein.