THAW sind zwar auch aus Sosnowiec (Oberschlesien/Polen), doch viel mehr als diese Tatsache, haben sie mit den Kollegen von Frontside nicht zu tun.
Atmosphärischer Black Metal ist die Hauptzutat dieser Band. Sie bedienen sich von Song zu Song mit etlichen Arrangements/Samples aus verschiedenen Bereichen. Ob man sie nun als Avantgarde, Sludge, Doom oder einfach nur "Experimente" bennent, spielt dabei keine Rolle. Jeder einzelne Songs ist düster und aggressiv als auch bedrohlich genug, um den eingefleischten Post-Black-Metaller zu überzeugen.
Bösartig-melancholisch und experimentell könnte man diese Form des Avantgarde Black Metal eben auch bezeichnen. Die Burschen schaffen es eine Grundstimmung in ihren Songs zu erzeugen, die einen nicht so schnell loslässt. Anfangs klingen die Songs zwar gleich, doch mit der Zeit findet man oft den reizvoll-bösen Flair, der eben nicht so schnell aus dem Ohr geht. Klar, vergleichbare Combos und Alben gibt es zu Hauf, THAW erfinden nichts neues und sich selbst auch nicht, wenn jedoch eine Band es schafft selbst mit sogar rein instrumentalen Arrangements die bedrohliche Stimmung zu erzeugen, dann reicht es doch. Als Anspieltipp seien an dieser Stelle "Last day" und "Soil" genannt.
Zeitgleich erschien via Witching Hour Productions eine CD "Decay/Advance" (http://web.witchinghour.pl/wydawnictwa/cd/thaw-decay), die beide Vorgänger-VÖ beinhaltet.
Des Weiteren gibt es seit geraumer Zeit auch die Vinylauskopplungen der düsteren Scheiben via Godz Ov War Productions (https://godzovwar.wordpress.com/releases/).