Als ´Heavy Metal of Death´ bezeichnen The Casm ihren Sound. Das führt doch ein wenig in die Irre. Ich würde es eher als progressiv angehauchten Thrash/Black Metal bezeichnen. Das Trio macht aus seinen Wurzeln, die in den Anfangstagen des Thrash liegen, keinen Hehl.
Anstatt die alten Helden einfach stumpf zu kopieren, versuchen die Amis mexikanischer Abstammung ihren eigenen Sound zu kreieren. Zum einen wären da die erwähnten Black Metal Anleihen, die vor allem bei den Gitarren zu hören sind. Zum anderen hat das Trio zum Teil recht vertrackte Songstrukturen, die sich erst nach und nach erschließen. Das geht zwar etwas auf Kosten der Energie, erhält aber späteren Durchläufen noch die Spannung. Ein gutes Händchen beweisen die Drei auch für eingestreute Akkustikparts. Wem bei Kreators ´Pleasure To Kill´ die Raffinessen fehlen oder wem der Progressive zu wenig Dampf hat, sollte mal The Chasm aus der Schnittmenge fischen. Eine gute Scheibe, die auch bei über einer Stunde Spielzeit ohne Schwächephasen auskommt.