Der Hype, der um diese relativ neue Band aus den Niederlanden gemacht wird, grenzt ja nahezu an Hysterie. Dabei ist an The Devil's Blood auf den ersten Blick wenig Spektakuläres zu finden. Man spielt Rock/Hardrock der tief in den 70ern verwurzelt ist.
Die Gitarrenklänge hat man so oder ähnlich auch schon bei Hendrix oder Deep Purple gehört. Was die Band jedoch interessant macht, ist die eigentümlich kauzige Mischung aus nicht besonders harter Rockmusik (sogar die Gitarren kommen meist ohne Verzerrung aus) und okkultem Image. Songs wie der Quasi-Titeltrack "Evermore", das tolle "The Yonder Beckons" und das 11-minütige Abschlussstück "The Anti Cosmick Magick" leben von ihrer einzigartigen Stimmung. Der klare Gesang von Farida Lamouchi passt sich hervorragend in die Musik ein und wirkt weder aufdringlich noch ausdruckslos. Eine tollte Rockscheibe also, auch wenn ich das ganze Theater um die Band immer noch nicht ganz verstehe.