Der Aufstieg der Mannheimer Combo THE INTERSPHERE zu Zeiten des zweiten Studioalbums "Interspheres >< Atmospheres" (2010) war mit Auftritten bei großen Festivals wie Rock am Ring/Rock im Park bestimmt außergewöhnlich, ihren größten Erfolg schafften sie jedoch erst mit dem dritten Album "Hold On, Liberty!", mit dem sie 2012 erstmals in den deutschen Albumcharts erschienen.
Zwei Jahre später stellen uns die Mannheimer nun ihr viertes Album "Relations In The Unseen" vor. Gefestigter als je zuvor beweisen die Jungs, dass sie ihre Instrumente und das Songwriting bestens beherrschen. Die aktuelle LP bietet Prog-Rock oder anders umschrieben Rockmusik mir experimentellem Einschlag, was Fans von DREG und ähnlichen Formationen ansprechen dürfte. "Relations In The Unseen" umfasst 12 Songs, die insgesamt zurückhaltender wirken als das, was wir auf den Vorgängeralbem zu hören bekommen haben. Dennoch kann man beim aufmerksamen Zuhören zahlreiche musikalische Feinheiten in den einzelnen Songs entdecken. Beispielsweise schaffen die sich einschleichenden Gitarrenakzente bei 'Panic Waves' eine besondere Atmosphäre. 'Out Of Phase' sticht durch sein düsteres Gewand heraus. Ein weiteres Highlight der Platte ist das sehr spährisch beginnende und wirkende '... Like It Is'. Alles in allem scheinen mir THE INTERSPHERE mit "Relations In The Unseen" professioneller, dafür aber auch glatter und massentauglicher geworden zu sein. Mir gefällt die Platte, dennoch ist sie mir an einzelnen Stellen zu ruhig und einförmig ('Golden Mean'), ein Gefühl, dass bei meinem Favoriten "Interspheres >< Atmospheres" in keinem Moment aufkam.