Ehrlich gesagt hab ich mich das letzte mal tiefer gehend in den späten 90ern mit den Schweden beschäftigt. Alben wie "Lepaca Kliffoth", "Theli" und "A'arab Zaraq - Lucid Dreaming" oder auch "Vovin" waren seinerzeit echte Klassiker und galten im Bereich des harten Metals mit stark geprägten Einflüssen klassischer Musik noch als echte Vorreiter.
Irgendwie verlor ich etwas das Interesse an der Band, da mir der Klassikanteil im Vergleich zur Härte des ursprünglichen Death Metal Sounds nach diesen Veröffentlichungen zu stark wurde. Auch anno 2012, also etliche Jahre später, hat sich daran nichts geändert. Handwerklich ist das Gespann um Christofer Johnsson auch auf ihrem bereits 14. Studioalbum immer noch absolut auf der Höhe. Festzuhalten bleibt hingegen, dass mir gerade auf der ersten Hälfte des Albums ein wenig zu viel oper(ette)nhaftes Geträller in viel zu hohen Tonlagen (Frequenzen) vorhanden ist, was ein bisschen das ansonsten rundum gelungene Gesamtbild dieser Scheibe etwas zu trüben vermag. Songwritingtechnisch bewegen sich die Skandinavier nämlich auf einem absolut professionellen Level und die meisten Minuten von "Les Fleurs Du Mal" sind doch sehr gefällig und gehen gut ins Ohr. Objektiv muss man deshalb festhalten, dass Therion auch hier wieder ein hochwertiges Produkt auf den Markt bringen. Subjektiv betrachtet gibt es hingegen aus angeführten Gründen leichte Abzüge in der B-Note. Hörbar ist das Album allemal. Bildet euch euer eigenes Urteil.