Rock? Ja! Oper? Auch dabei! Kitsch? Auf alle Fälle! Bombast? Aber Hallo! Nach einiger Zeit wird nun auch bei uns dieses in den US of A schon länger erhältliche Album des Savatage-Ablegers (Nachfolgers) veröffentlicht.
Mit einer Spielzeit von zwei Stunden verlangt das Doppelalbum dem Hörer einiges ab. Wer Savatage mochte und kein Problem mit der doch etwas poppigeren Ausrichtung hat, der wird an "Night Castle" seine helle Freude haben. Manchmal krachen die Gitarren auch noch ganz ordentlich durchs Gebälk, meist regiert jedoch Meat Loaf-mäßiger Pomp und die dazugehörige Dramatik. Okay, das Ganze gleitet schon ab und zu ins Kitschige ab und vielleicht funktioniert eine so pathosbeladene Platte im Amiland doch besser. Doch man hört auch zu jeder Sekunde das Können solcher Größen wie Jon Oliva, Chris Caffery, Zak Stevens, Jeff Scott Soto oder Alex Skolnick heraus. Metallern sei vor dem Kauf das Reinhören empfohlen!