Schade, dass ich noch nie zuvor von Wayd gehört habe. Bereits seit 1994 produzieren die vier Slowaken schrägen Death Metal mit den unterschiedlichsten Einflüssen. "Decadance" ist jedoch erst das dritte Album der Band, und selbiges ist ja bekanntlich das entscheidende.
Wenn dem so ist, können Wayd getrost eine Flasche Schampus köpfen, denn "Decadance" ist ein über alle Maßen gelungenes, wenngleich für den Ottonormalhörer etwas zu abgedrehtes Werk. Noch stärker als Atheist oder Cynic flechten Wayd verschiedenste stilistische Einflüsse ein. Als Basis dient dafür der gute alte Death Metal, der nach und nach mit (erträglichen) Black Metal-, Thrash-, Funk- und äußerst vielen Jazz-Elementen verbunden wird. Sogar Saxophone kommen zum Einsatz, was jedoch keineswegs die oftmals daraus resultierende Porno-Atmosphäre zur Folge hat. Am Sound ist definitiv auch nichts auszusetzen, so dass ich der Frickel-Metal-Gemeinde "Decadance" uneingeschränkt als eines der besten und innovativsten Alben dieses Jahres empfehlen kann.