War vor einigen Jahren die Verbindung von Metal und klassischen Elementen noch belächelt worden und durchaus revolutionär, ist diese eigenwillige Mischung mittlerweile zu einem eigenen höchst erfolgreichen Subgenre angewachsen.
An diesem Boom teilhaben möchte nun auch die holländische Progressive Metal Band Xystus, die zusammen mit einem Orchester die Rockoper "Equilibrio" auf die Zuhörerschaft los lässt. Beim Untertitel "A Rock Opera" werden natürlich gleich Erinnerungen an Queenryches ("Operation Mindcrime") und Savatages ("Streets") Meisterwerke wach, deren Klasse "Equilibrio" (natürlich) nicht erreicht. Dennoch wird Genrefans durchaus ansprechende Kost geboten. An Gastsängern und -sängerinnen wurde nicht gespart, so geben sich unter anderem Epicas Simone Simons und Orphanages George Osthoek neben holländischen Theater-Größen ein Stelldichein. Die Musik ist anständig arrangiert und pendelt zwischen ruhigen und dramatischen Passagen. Die Songs funktionieren auch aus dem Konzept (die Balance zwischen Gut und Böse - gähn!) herausgelöst für sich allein, was ein weiterer Pluspunkt ist. Ein paar mehr zwingende Melodien und knackige Riffs mehr hätten es aber hier und da sein dürfen. Nichtsdestotrotz ist "Equilibrio" eine absolut hörenswerte Platte geworden.