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Before The Murder - Dharma

VÖ: 07. März 2014   •   Label:  10th Legion Records

Komisch. Denn wenn man die Härte auf einer Senf-Skala messen müsste, wäre meiner Einschätzung nach die Kategorisierung "mittelscharf" treffend.

Nach einem kurzen Intro legen die fünf Slowenen dann erst einmal so richtig los. Der Sound ist druckvoll, die Riffs in mitunter grooviger Manier fordernd, die Shouts angenehm tief (gemahnen fast ein bisschen an den Sänger der legendären HAIL OF BULLETS), so dass die Gefahr des Generves gegen Null tendiert, und die Lead-Gitarren sorgen für eine hintergründige Melodik ('The Beginning'). Ähnliches ist bei 'Leaving Town' zu beobachten mit überzeugenden Grooves am Ende des Songs.

Dröhnende Bässe leiten dann eine Hommage an den Lehrerberuf ein ('The Teacher'): der Stimmung nach ein Exemplar, unter dem das ein oder andere Bandmitglied wohl zu leiden gehabt hatte. Zumindest lässt das auch die Zeile "Break the psycho" vermuten. Oder muss sich der besungene Lehrer doch eher mit unbotmäßigen Schülern auseinandersetzen? Man weiß es nicht.

Fröhlicher und punkiger wird es dann mit 'Adieu!'. Ja, auch ein Abschied muss nicht immer Trennungsschmerz bedeuten, sondern er kann auch befreiend sein. Mit 'Always Present' gibt es dann aber richtig etwas auf die Ohren, sogar mit black metallischem Gekrächze, das man sehr sparsam eingesetzt auch schon in einigen anderen Tracks zu hören bekommen hatte. Gleiches gilt für 'The Old Wise Man'. Doch die Brutalität der Härte haut einen nie aus den Schuhen, da selbige immer wieder durch die melodischen Elemente abgemildert wird.

Highlight des Longplayers ist aber unbezweifelbar das epische 'Modern Life Disease', das mit choralen Elementen und ungemeiner düsterer Melancholie punkten kann. 'Everything Went Black' und 'The Answer' sind vor diesem Hintergrund fast schön "Darkhymnen". Weltklasse ist zudem der Rausschmeißer, ein Powersong mit weiblichen Vocals.... Hitverdächtig!

Kurz: BEFORE THE MURDER haben ein eindrucksvolles Debütalbum vorgelegt, das sich gekonnt  zwischen im Spannungsfeld von heftigem Hardcore, vom düsteren Metal und von melancholischer Melodik bewegt. Also: Reinhören und für sich entdecken. Es lohnt sich.

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