CALIBAN gehen da einen interessant eigenen Weg, indem sie sich Songs aus dem Back-Katalog vornehmen, selbige einem Lifting unterziehen und ihnen vor allem durch die Übertragung der Texte ins Deutsche neues Leben einhauchen. Dass das gar nicht so einfach ist, wussten schon die alten Römer, als sie die Werke der noch älteren Griechen ins Lateinische zu übersetzen versuchten.
Beim Deutschen kommt immer noch die Gefahr hinzu, dass die Texte leicht ins Peinliche, Platte oder Gewollte abdriften. Diese Klippen sind aber gekonnt umschifft worden. Hinzu kommt, dass CALIBAN natürlich ihre ganze musikalische Erfahrung auszuspielen vermögen und somit ihre bandeigenen Essentials überzeugend zur Geltung bringen können: Denn brutale Riffs treffen wie gewohnt auf düstere Infernalität, ein hohes Maß an Groovigkeit sorgt für unbändige Martialität und über allem thronen immer wieder die eingängigen Melodien, die als versöhnliches Moment für ein organisches Ganzes sorgen. Natürlich fehlt auch die obligatorische energetische Durchschlagskraft nicht. Weltklasse!
Fazit: Die Metalcorer von CALIBAN feiern im Stile der Fernsehserie „Sing meinen Song!“ ihren eigenen Backkatalog und pimpen die ausgesuchten Songs dabei gehörig auf. Somit ist „Zeitgeister“ durchaus ein brachialer Lichtblick in diesen düsteren Zeiten.
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