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Fight The Fade - Isolationist

VÖ: 18. Oktober 2024   •   Label:  FiXT

Nach vier kompletten Alben sowie zwei EP’s in den vergangenen 14 Jahren veröffentlichen die drei Musiker von „Fight the Fade“ Mitte Oktober ihr neustes Werk. „Isolationist“, so der Titel des kommenden Albums, kommt aus dem politischen Sprachgebrauch und bedeutet in etwa soviel wie: „verbunden mit dem politischen Prinzip oder der Praxis, nur Interesse am eigenen Land zu zeigen und sich nicht an internationalen Aktivitäten zu beteiligen“. Ein recht sperriger Titel, aber nach dem letzten Album „Apophysitis“ (ein Vorsprung oder eine Erhebung, die als Ansatz für die Skelettmuskulatur dient) sind die Fans ja bereits einiges gewohnt.

Neben dem Titel braucht aber auch das gesamte Album viel Aufmerksamkeit und eine gewisse Bereitschaft sich mit dem roten Faden auseinanderzusetzen.  Beschäftigt man sich ein wenig eingehender mit den Texten, so stellt man schnell fest, dass der Begriff „Isolationist“ vielleicht auf die Person selbst bezogen ist. Jemand der sich in sich selbst zurückzieht, seine Vergangenheit reflektiert und sich Gedanken über seine eigene Zukunft sowie über die anderer macht. „Set you free“ ist ein gutes Beispiel hierfür. Alles in allem scheint eine dunkle Wolke über Sänger Zene Smith, Gitarrist Tyler Simpson sowie Schlagzeugerin Alyssa Worth zu schweben. Die Texte sind mehrheitlich eher dystopisch angehaucht, beschäftigen sich mit dem Kampf gegen innere Dämonen und anderen Konflikten.

Es bleibt jedoch anzumerken: umso öfter man das Album hört, umso besser hört es sich auch wirklich an. Stellenweise fragt man sich, ob die Band wirklich nur aus drei Mitgliedern besteht, anders sind die Übergänge aus cleanen und gegrölten Gesangsparts kaum zu erklären.

Einen großen Anteil hat hierbei sicherlich die Verwendung von Synthesizern sowie elektronischen Samples, die es schwer machen, dem Ganzen ein Genre zuzuordnen.

Stellenweise schaffen es die drei Musiker aus dem mittleren Westen der USA sogar, das sie wie die späten Linkin Park klingen. Nicht umsonst wünschten sich bereits einige Fans von „Fight the Fade“, dass Zene Smith der neue Sänger bei der kürzlich wieder auf der Bühne aufgetauchten 2000er Erfolgsband sein wird. Etwas, das, wie wir mittlerweile wissen, nicht eingetreten ist.

Anspieltipps sind auf jeden Fall die bereits ausgekoppelte Single „Alive Again“, der Song „Scratching“ (welcher ein Feature mit Labelkollegin Deadric enthält), „Gangrene“ sowie „Let you know“.

Fazit: Für mich zeigt sich mal wieder, dass man ein Album nicht bereits nach dem ersten Mal hören komplett abhaken sollte.

Auch wenn ich anfänglich doch sehr skeptisch war, macht mir „Isolationist“ von „Fade the Fight“ mehr und mehr Spaß beim Hören. Und ich werde mir sicherlich auch noch die bisher erschienen Alben zu Gemüte führen. Und auch die Einschätzung, dass diese Musik durchaus etwas für Fans von Breaking Benjamin, Linkin Park oder aber auch Three Days Grace ist, kann ich nur voll unterstützen.

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