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GAE BOLG - Requiem

VÖ: 05. Mai 2006   •   Label:  (Auerbach Tonträger/Soulfood)

mir bei seinen Landsleuten STILLE VOLK schon früher unterschwellige Magenschmerzen bereitete. Das aktuelle Album "Requiem" macht es einem da nicht unbedingt einfacher aber nach mehrfachem Hören, finde ich zumindest mehr und mehr Zugang zur GAE BOLG`schen Musik. Zum einen mag das wohl daran liegen, das "Requiem" grundsätzlich anders angelegt ist, als sein Vorgänger, welcher die Vertonung eines französischen Literaturklassikers (Aucassin Et Nicolette) aus dem 13. Jahrhundert zur Grundlage hatte. "Requiem" ist eine Totenmesse im klassischen Sinne, entstanden zu Ehren der, in den letzten Jahren, verschiedenen Familienmitgliedern und Freunden des Musikers, vertont im Rahmen der stilistischen Mittel von GAE BOLG. Herausgekommen ist dabei ein Album voll bombastisch, mittelalterlicher Sakralromantik, welches, wie das Debut ein Tanz auf der Rasierklinge zwischen absolutem Kitsch und kongenialem Pathos darstellt. Besonders intensiv sind GAE BOLG dabei während der Choräle und sobald Bläsersätze zum Einsatz kommen. Sieht man Eric Roger in der Tradition der großen Troubadoure des Mittelalters, dann müsste das Album schon fast als Geniestreich ansehen. Allen Leuten, die Bands der Marke STILLE VOLK oder PAZUZU etwas abgewinnen können, dürfen hier wohl bedenkenlos zugreifen, grundsätzlich empfehle ich aber vorher unbedingt reinzuhören.

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