Eigentlich sollte sich Hardcastle auf einer Farm im Derbyshire von einer Tuberkulose erholen, doch als hinter vorgehaltener Hand von seltsamen Vorgängen im stillgelegten Bergwerk getuschelt wird, ist die Neugier des Doktors geweckt. Er findet heraus, dass man in der Mine das seltene „Blue John“ Mineral abgebaut hat, bevor der Stollen geschlossen wurde. Bei seinen Erkundigungen hört Hardcastle ein seltsames Brüllen aus der Mine. Entsprechend ausgestattet dringt er tiefer in die Mine ein, doch nachdem seine Streichhölzer nass werden, sitzt er zunächst in tiefster Dunkelheit und hört, wie ein großes Wesen immer näher kommt und dann wieder verschwindet. Hardcastle rennt um sein Leben, doch später kehrt er in die Mine zurück, um das Biest mit seiner Elefantenbüchse zu erlegen. Gezeichnet von einem gewalttätigen Zusammenstoß mit dem Monster kehrt der Doktor ins Dorf zurück. Während ihm die Dorfbewohner Glauben schenken, hält man ihn zurück in London für verrückt.
Nun mag man der Hörspielversion des Schauerklassikers vorwerfen, dass die Handlung durchaus durchschaubar ist, aber dafür ist die atmosphärische Umsetzung der über hundert Jahre alten Geschichte hervorragend gelungen. Die Gänsehautatmosphäre ist nicht zuletzt den guten Sprechern zu verdanken. Und mit Ingrid Steeger und Horst Naumann hat man ja wirklich herausragende Sprecher gewinnen können – aber auch Marc Oliver Schulze macht seine Sache wirklich gut.
Gruselbainett Folge 73 bietet gute 70 Minuten Gänsehautatmosphäre für dunkle Abende – und von denen haben wir ja trotz der Jahreszeit noch mehr als genug!