Bei der vorliegenden Scheibe handelt es sich aber nicht um eine Sammlung der besten Songs aus besagtem Club, sondern um 10 Neuaufnahmen einer englischen Kultkapelle, die niemals das Licht der breiten Öffentlichkeit gesehen hat, mit diesem Album jedoch Heavy Metal Senioren wie Götz Kühnemosh zu wahrhaft orgastischen Reviews verleitet. Wie kommt's?
Ende der 80iger wurde das Kapitel Hell zunächst geschlossen, nachdem sich Sänger und Gitarrist Dave Halliday das Leben genommen hatte. Produzentenlegende Andy Sneap, der ja auch u.a. bei Fozzy und Sabbath die Axt bedient hat, hatte von eben diesem Dave das Gitarrenhandwerk gelernt und ist zudem ein eingefleischter Fan der Band. Als man sich nun mal traf, beschlossen die verbliebenen Höölenbewohner und Sneap, die alten Songs neu einzuspielen. Sneap übernahm die Gitarre und der Gesang ging an David Bower, den Bruder des Gitarristen Kev.
Das Ergebnis sind 11 gutklassige NWoBHM Songs, die dank des fetten Sounds auch ohne Probleme als NWoBHM Repliken des 21. Jahrhunderts durchgehen würden. Songs wie "Plaque and Fyre" oder "On Earth As It Is In Hell" knallen einfach rein, haben geile Riffs und gute Melodien und klingen keineswegs altbacken. Besonders die Stimme von Bowen sei hervorgehoben, denn der gute Mann kommt nicht nur recht hoch, nein, er verleiht den Songs auch einen gewissen Wahnsinn, der die Musik der Briten von anderen Mitbewerbern der unüberschaubaren Szene abhebt.
Auch wenn es bislang nur für After Eight bewiesen ist, scheint der Slogan auch für Hell zu gelten: Quality never goes out of style!".
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