Ich meine sogar zu behaupten, dass es eingängiger und stellenweise härter ausgefallen ist, um womöglich noch mehr Fans zu erreichen. Denn, diejenigen, die den Vorgänger schon gemocht haben, da Jesse mal wieder dazugestoßen war, werden dieses Album sowieso mögen & ein „The End Of Heartache“ oder “Alive Or Just Breathing” erwartet man ja sowieso nicht. Von daher, alles richtig gemacht im Zuge der Weiterentwickklung? Nun ja, eigentlich schon, aber von Bands, wie eben solchen, da erwartet man auch oft mehr. Sie stehen nun mal auf einer anderen Stufe, als sie zu Anfang ihrer Karriere standen und werden nun mal daran gemessen, was sie schon alles gemacht haben.
Ja, Jesse schafft es wutentbrannt sich dem Mikro zu widmen, kann aber natürlich einmal mehr seine seichten Momente sehr gut zur Geltung bringen. Nebenher werden wunderbare nu-metallische Melodien ausgepackt mit Breakdowns verfeinert und ab und an ein heftiger Groove eingestampft. „Incarnate“ wird zwar mit einem Kracher „Alone I Stand“ im guten In Flames-Dew-Scented-Stil begonnen, aber danach wird klar, dass sie mehr Wert auf die eher ruhigeren, deutlich melodiösen Ebenen legen. Daher überrascht es mich nicht, dass gerade „Cut Me Loose“ als Single-Video-Auskopplung als Erstes auf die Fans losgelassen wird. Die Band will (noch mehr) neues Publikum erreichen, möchte sozusagen die Herzen der, sagen wir mal, Bring Me The Horizon-Fans höher schlagen lassen. Doch dann, mit „Embrace The Journey…Upraised“ geht der Wahnsinn weiter, sie packen die Keule aus und bieten auch mal ein Wechselbad der Gefühle, brachial-aggressive Parts mit den Hooklines und natürlich den fiesen als auch cleanen Vocals; ja den zahlreichen Trademarks, die sie eben berühmt gemacht haben. Zum Ende hin wird dann wieder etwas „Melancholie“ bei „We Cary On“ ins Spiel gebracht.
Fazit: ….kein Überflieger, aber allemal das was die Fans von „Disarm The Descent“ auch erwartet haben. Der Charteinstieg ist diesen Burschen (mal wieder!) sicher.