Das Hamburger Trio um "Kultdrummer" Max Powers hat dann auch tatsächlich eine sehr beachtliche Punkrockgemeinde versammeln können.
In der Tradition älteren deutschen Punkrocks, aber auch der Hosen und der Ärzte darf auch das dritte Studioalbum der Hanseaten gesehen werden. Wieder gibt es eine Mischung aus eingängigen Melodien und zum Teil maschinengewehrartigen Snareattacken, die sowohl zum Mitsingen als auch zum Pogo einladen. Während mir auf dem letzten Album die herausragenden Hits fehlten, kann man diesen Vorwurf für "Montreal" wohl nicht aufrecht erhalten. Mit "Wir sind die Gang" oder "Erzähl mir mehr" wird nicht nur textlich wieder abgeräumt, auch musikalisch knüpft man an das Debüt an.
Das Trio findet abermals einen guten Mittelweg aus Hochgeschwindigkeit und schunkelwürdigem Midtempo (z.B. "Mädchen aus Berlin"), so dass Punker und Punkerin gleichermaßen Gefallen am Sound der Band finden dürften!
Mit dem kritischen dritten Album zeigen Montreal, dass sie authentisch sind, ihren Stil durchziehen und auch für die Zukunft noch genug Ideen zu haben scheinen. Wer also auf "Aaahhss" und "Ooohhhss" steht und sich dabei an kratzigen Riffs und donnernden Kesseln nicht stört, der dürfte mit Montreal dem Glück ein Stückchen näher kommen.
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