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Summoning - Oath Bound

VÖ: 31. März 2006   •   Label:  Napalm Records

Umso schwieriger werden es Autoren, Künstler oder auch viele Musiker haben, die sich den Werken des englischen Sprachwissenschaftlers John Ronald Reuel Tolkien auch in Zukunft annehmen werden. Es bleibt halt ein Refernzwerk in Sachen Fantasy. Nichtsdestotrotz gibt es schon lange Musiker – vornehmlich im Black Metal verwurzelt – die schon seit langem der Magie von Mittelerde verfallen sind und sicher nicht, wie vielleicht einige vermuten würden, auf den fahren Zug des Erfolges aufgesprungen sind. Hierzu gehören an vorderster Front sicherlich die beiden Österreicher Silenius (Ex-Sänger der Black-Metal Legende Abigor) und Protector, die schon seit 1993 als Summoning Sklaven Tolkiens sind. Wo Anfangs noch prägnante Namen aus der Welt Mordors ihre Plattencover verzierten (1995 mit dem Debüt „Lugburz, im gleichen Jahr folgte „Minas Morgul“ und ein Jahr später „Dol Guldur“), verschwand dieser Einfluss mit dem Aufkommen der Idee, das bisher als unverfilmbar geltende Meisterwerk des „Herrn der Ringe“ auf Leinwand zu bannen. Mittlerweile erscheint (neben einigen EPs) ihre sechste Langspielplatte mit klangvollem Namen „Oath Bound“. Auch wenn hier nicht gleich auf den ersten Blick offenbart wird, ob sich erneut um eine Reise nach Mittelerde ins Land der Hobbits und Konsorten handelt – ein Schweif auf die äußerst gelungenen Texte genügen. Erneut stehen die Dunkelheit und die Dämmerung Mittelerdes im Vordergrund. Highspeed Black Attacken sucht man hier allerdings vergebens. Schwerpunkt wurde auf eine musikalische farbenfrohe Untermalung der Texte gelegt, wobei durch die prägnanten Keyboardklänge (die aber selten nervig dominant klingen) schon fast ein ernst zu nehmender Soundtrack zum Buche Silmarillion entstanden ist. Dazu paaren sich hymnenhafte Lieder der Marke „Land of the Dead“, die eine regelrecht atemberaubende Atmosphäre erschaffen, die einmal mehr durch den halligen Gesang Silenius, dem heroischen Männerchor und durch die raue Produktion gestützt wird. Heraus sticht auf „Oath Bound“ außerdem der Song „Mirdautas Vras“ (übersetzt: ein guter Tag zum Töten!), der komplett in der schwarzen Sprache Mordors (entwickelt vom genialen Sprachwissenschaftler Tolkien) gesungen wird. Gänsehaut pur! Die Plattenfirma hätte es nicht besser treffen können: „Wer nach dem letzten Buch Tolkiens von einer Rückkehr in sein unvergleichliches Universum träumt, sollte dieses Album als Begleiter wählen!“ Dem bleibt nur hinzuzufügen, dass die Erben Tolkiens um uns herum sind. Auf das es nie Überhand nehme!

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