Unter dem unheimlich tiefsinnigen Titel "Divinity" (offenbar ein Neologismus aus divine und vanity) kommt hier ein Album mit 12 Gothic Rock Songs auf uns zu, die kaum bleibende Eindrücke beim Hörer hinterlassen. Ein bisschen Pomp, ein bisschen orchestrales Beiwerk und viel weiblicher Gesang - diese Zutaten alleine haben vor 10 Jahren für Begeisterungsstürme bei Fans und Kritikern gesucht. Doch seit Within Temptation, The Gathering, Lacuna Coil und Nightwish sind auch diese Zutaten in jedes Hausfrauenkochbuch vorgedrungen. Die simple Zubereitung des oben genannten Rezepts führt dann zwar zu solider Hausmannskost, ein echter Gaumenschmaus wird es aber nicht. So lassen mich etwa "Kiss of Death" oder "Death of a Movie Star" mal kurz aufhorchen, doch im Großen und Ganzen ist die Mahlzeit etwas verkocht. Damit kann man niemanden mehr hinterm Ofen vor locken. "Divanity" ist ein solides Female-Gothic Metal Album geworden, welches aber kaum Akzente setzen kann und somit auch nicht wirklich gegen die große Konkurrenz bestehen kann. Der direkte Vergleich mit den Newcomern von My Inner Burning geht z.B. klar zu Gunsten der Osteroder aus.
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