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The Nouve - The Last Goodbye Is Not Always The End

VÖ: 30. Juni 2006   •   Label:  Nouve Recordings

Ich bitte deshalb im voraus schon mal um Verzeihung, falls ich hier deplazierte, überflüssige oder schlicht falsche Aussagen mache. Ich bemühe mich um Objektivität. Schenkt man dem Label glauben, so setzt sich die Musik von The Nouve aus Anteilen verschiedenster Musikrichtungen zusammen, darunter Rock, Pop, Jazz und Wave. Nach erstmaligem Durchhören des Albums würde ich jedoch sagen, dass zwar von vielen Stilen irgendwo ein bisschen was drin ist in den Titeln - dass diese Elemente allerdings eine tragende Rolle spielen sollten, konnte ich nicht so recht heraushören. „The Last Goodbye Is Not Always The End“ ist ein meist langsames Album, dass Größtenteils wohl aus ruhigem Gesang und schlichten Rhythmen besteht, ab und zu aufgefrischt von einzelnen Instrumenten wie Klavier oder Akustikgitarre. Die rockigen Elemente kommen selten ans Tageslicht, am deutlichsten wohl in der Single-Auskopplung „Kathie Doesn’t Come“, dem schnellsten Lied des Albums. Hier spielt auch die E-Gitarre mal kräftiger mit, allerdings kann auch der Funke dieses Liedes nicht so recht überspringen. Ich habe das Gefühl, dass bei sämtlichen Tracks irgendwie das Gefühl, die Energie fehlt, sei es nun das Druckvolle des Rock oder das Melancholische des Wave. Bei mir jedenfalls setzt keines der elf Lieder irgendwelche Gefühle frei. Aber wie gesagt, ist auch nicht meine Musik... Den Vergleich zu The Cure, den das Label zieht, kann ich zwar verstehen, Robert Smith und seine Mannen liegen qualitativ allerdings Meilen vor The Nouve. Den Ascii.Disko Remix von „Kathie Doesn’t Come“ auf der Single kann man sich anhören, das Original finde ich dann aber doch besser, ohne künstliche Stimmungsmache. Richtig platt wird’s dann natürlich beim Tom Berger Remix von „The Same Approach As Yesterday“, bei dem anscheinend einfach nur versucht wurde, das Original auf eine höhere Ebene von Monotonie zu erheben und mit einem äußerst stumpfen Beat zu unterlegen, sodass man es auch bloß in irgendeinem Club spielen kann, ohne dass irgendjemand merkt, welcher Künstler hier am Werk war. Das Album kann man sich so nebenbei anhören, am ehsten wahrscheinlich, wenn man auf ruhige Gothic-Musik steht. Die Single ist meiner Meinung nach ein Zumutung und versaut die Musik von The Nouve nur unnötig. (Lennart von Schwichow)

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