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Interviews

Europe


Europe

"Europe" betraten 1983 mit dem selbstbetitelten Debut das Rampenlicht der Szene. Es folgte mit "Wings OF Tomorrow" ein weiteres gelungenes Hardrockalbum, bevor die Schweden mit "The Final Countdown" zu ungekanntem Erfolg gelangten.

 

Aber nicht nur der Titelsong hatte und hat noch heute unendliches Hitpotential, nein, auch die gesamte Scheibe war grandios, ebenso wie der Nachfolger "Out of This World". In den folgenden Jahren ging der Erfolg zurück und 1992 bedeutete zunächst das Aus für den Fünfer und einige Bandmitglieder wandelten zunächst auf Solopfaden. Zur Jahrtausendwende meldete sich das Original-Line-Up auf der Bühne zurück und 2004 kam dann mit "Start from the Dark" ein neues Soloalbum - trotz der eher mäßigen musikalischen Zündkraft überwog damals bei mir die Freude über die Reunion der Band. Zwei Jahre später kommt nun das zweite Album nach der Wiedervereinigung: "The Secret Society". Die Scheibe ist deutlich moderner ausgefallen als alles, was die Band bislang abgeliefert hat und meinen Geschmack trifft sie damit überhaupt nicht. Aber auch dies ist ein Grund, Sänger und Frauenschwarm Joey Tempest einige Fragen zu stellen.

Ich war immer ein großer Fan der frühen Alben - dementsprechend habe ich mich über die Wiedervereinigung gefreut. Was würdest du nun den Fans der alten Alben sagen, um sie zu überzeugen, dass sie auch die neue Scheibe kaufen sollen?

Wir mögen die alten Songs auch sehr, besonders live. Wir wollen uns aber weiterentwickeln und uns neuen kreativen Herausforderungen stellen. "Secret Society" ist ein modernes Rockalbum und es ist für die heutige Zeit gemacht. Die Leute, die die neue CD schon seit einiger Zeit haben sagten, dass die CD mit der Zeit wächst und dass sie sie am Ende wirklich liebten.

Während die Musik (für mich im negativen Sinne) nicht mehr so leichtfüssig und unbekümmert wirkt wie die ersten Alben, so zeigen sich die Texte doch im positiven Sinne gereift und erwachsener.

Ich möchte heute über Dinge singen, die mich oder die Band beschäftigen. Ich schätze, dass wir alle älter geworden sind und dass wir beginnen im allgemeinen mehr über das Leben zu refektieren.

Offensichtlich war der "Millenniujm" Auftritt in Stpckholm ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Reunion. Kannst du für uns nochmals kurz zusammenfassen, was damal passierte?

Wir haben uns damals entschieden wieder ganz von Vorne zu beginnen. Wir hatten uns schon länger mit der Idee beschäftigt und wir wollten neue Musik zusammen machen. Als wir dann mit den Aufnahmen zur "SFTD" CD begannen, wussten wir nicht genau, wie sie klingen würde. Es begann alles mit einigen Riffs von Norum und los ging es...

Der Europe Sound des Jahres 2006 könnte sich nicht stärker von dem der 80iger unterscheiden. Habt ihr die Instrumente heruntergestimmt um diesen düstereren und schwereren Sound zu erlangen?

Das Herunterstimmen der Instrumente ist eine Möglichkeit um einen modernen Sound zu erreichen,, aber wir haben auf der neuen CD auch Songs mit normal gestimmten Instrumenten und auch das hat gut geklappt. Darüber hinaus haben wir probiert, den Sound etwas trockener zu gestalten und nicht so viele Effekte usw. zu verwenden. In den 80igern wurden immer sehr viele Effekte benutzt.

Um ehrlich zu sein hätte ich nach dem Hören des Songs "Secret Society" niemals auf Europe getippt - der Song klingt für mich in keinster Weise nach den Schweden. Welche Einflüsse gehen heute im VErgleich zu den 80igern in eure Musik mit ein?

Wir haben immer noch viele 70iger Einflüsse in unserer Musik, aber wir hören auch viele neue Bands, wie z.B. Audioslave, Velvet Revolver, White Stripes, Muse oder Lost Prophets.

Und diese Einflüsse hört man auch mehr als deutlich aus den Songs heraus - leider wie ich sagen muss. Aber vielleicht gelingt es Europe ja auf diese Weise neue und jüngere Höreschichten für sich zu begeistern. Die Comeback-Tour der Jungs wurde allerdings vor allem von alten Fans positiv aufgenommen und ich nehme an, dass viele Fans gekommen waren, um die alten Gassenhauer zu hören. Was tut ihr, wenn die Leute auch nach dieser Scheibe lieber alte Hits hören möchten oder ein Album im alten Stil fordern?

Wir spielen immer die Klassiker auf Tour, aber beim Schreiben neuer Songs versuchen wir uns auch immer nach vorne zu bewegen. Wir hoffen, dass unsere Fans diesen Schritt mit uns gehen werden und in Zukunft auch Songs von "SFTD" und "Secret Society" hören wollen.

Zwar gab es im letzten Jahr bereits eine Live DVD der Schweden, doch nun ist eine weitere, mit "The Final Countdown" betitelte DVD kurz vor der Veröffentlichung. Was haben wir zu erwarten?

Es ist die 20th Anniversary DVD ,it einem Konzert von 1986. Es gibt schöne neue Interviews über die Final Countdown Tage und wir besuchen das Studio in der Schweiz, in dem wir das Album damals aufgenommen haben. Es ist sehr lustig.

In den 80igenr explodierte es bei Europe Shows an allen Ecken und Kanten der Bühne, schillernde Klamotten und mächtige Frisuren bestimmten das Auftreten der Jungs, die wie angestochen über die Bühne turnten. Schon die Live DVD zeigt, dass die Band schlichter geworden ist und auch nur noch vereinzelte Pyros einsetzt. Was unterscheidet deiner Meinung nach eine heutige von den damaligen Shows?

Ich hoffe, dass unsere jetzigen Shows eine Mischung aus 80igern und Moderne sind. Eine Mischung aus alten und neuen Songs... besser geht es nicht.

So viel also von den ehemaligen Hardrockgöttern aus Schweden. "Secret Society" wird am 27. Oktober in die Läden wandern und dann könnt ihr euch eure eugene Meinung machen: ich drücke der and die Daumen und wünsche ihnen viel Erfolg, werde mir aber lieber die alten Alben reinziehen.

Europe kündigen neues Studioalbum "Come This Madness" für den 25.09.26 an
29. April 2026 | Björn Lause

Nach neun Jahren kehren Europe mit „Come This Madness“ zurück – ihrem zwölften Studioalbum und ihrem bisher kraftvollsten musikalischen Statement. „Come This Madness“ erscheint am 25. September über Silver Lining Music / Hell & Back Recordings.

Europe, die als eine der wenigen Bands, die in den 80ern gross wurden, noch in Originalbesetzung bestehenhaben alles erlebt, sind immer weiter vorgerückt, niemals stillgestanden, entwickeln sich stetig weiter, passen sich an und gehen doch kompromisslos voran. In den neuen Songs kanalisiert die Band Spannung, Ehrlichkeit und rohe Energie zu einem Album, das zutiefst persönlich und gleichzeitig global relevant ist. Die erste Single „One On One“ erscheint heute und markiert ein wuchtiges Comeback einer Band, die fokussierter denn je klingt. Der Song, der auf einem treibenden Bassriff basiert und von mitreißenden Melodien durchzogen ist, verbindet den klassischen Sound von Europe mit frischer, moderner Energie. Er beginnt mit einem orchestralen Intro, bevor er in einen riffbetonten Kern übergeht und sich zu einem energiegeladenen, stadiontauglichen Hardrock-Moment steigert. Entstanden in einer Zeit globaler Stille, aber über Jahre hinweg gereift, spiegelt der Song sowohl Beharrlichkeit als auch Weiterentwicklung wider – ein Stück, das die Band nicht loslassen wollte und das letztendlich zu einem prägenden Moment auf „Come This Madness“ wurde.

„‚One On One‘ ist definitiv einer meiner Lieblingssongs des Albums“, sagt Joey Tempest, Gründungsmitglied und Frontmann von Europe. „Die Energie und das Feeling sind frisch und manche Melodien erinnern mich an die Anfänge. Textlich ist es vielleicht nicht ganz so eskapistisch wie die frühen Europe. Die Texte spiegeln unsere heutige Zeit wider. Seit ‚One On One‘ nur ein Demo war, haben wir daran festgehalten, nie aufgegeben und es zu dem gemacht, was es ist: ein mitreißender, klassischer Hardrock-Song.“

Die neue Single wird von einem eindrucksvollen und unkonventionellen Musikvideo begleitet, das ein neues, mutiges visuelles Kapitel für die Band einläutet. In einer kargen, filmischen Atmosphäre angesiedelt, konzentriert sich das Video auf eine einzige Figur – gezeichnet, gebrochen und emotional verletzlich –, die vom gefeierten Schauspieler Peter Stormare (Fargo, The Big Lebowski, Minority Report, 8MM, Armageddon) in einer eindrucksvollen und zutiefst menschlichen Performance zum Leben erweckt wird. „Wir wussten schon immer, dass Peter Rockmusik liebt, und als sein Name fiel, hat es sich einfach richtig angefühlt“, so Tempest weiter. „Wir wollten das Ganze aus einem anderen Blickwinkel angehen – reduzierter und unerwarteter.“ 

Come This Madness“ wurde im RMV-Studio aufgenommen, dem Stockholmer Tonstudio, das von Benny und Ludvig Andersson gegründet wurde. Das Album enthält Gastauftritte von Tobias Forge (Ghost) und Michael Åkerfeldt (Opeth) und wurde von dem gefeierten Produzenten Tom Dalgety (Ghost, Rammstein, Pixies, The Cult, Opeth) produziert, der sich während des gesamten Prozesses als treibende kreative Kraft erwies, tief in den Songwriting- und Aufnahmeprozess der Band eingebunden war und den Sound des Albums prägte. Joey Tempest resümiert: „Es war mir ein wahres Vergnügen, mit Tom zusammenzuarbeiten“. Er ist kreativ, musikalisch und unglaublich intuitiv – während des Schreibens und Aufnehmens dieses Albums wurde er quasi zum sechsten Bandmitglied. Wir haben ihn sogar eingeladen, an einigen Songs mitzuschreiben.“

Um das Projekt abzuschließen und ihre Vision zu vollenden, wandte sich die Band an eine der angesehensten Legenden der Rockmusik, Mike Fraser (AC/DC, Van Halen, Metallica, The Cult, Loverboy), der das Album abmischen sollte. Das Album Artwork wurde in den Storm Studios (Pink Floyd, Led Zeppelin, and Muse) erstellt.

Mit „Come This Madness“ liefern Europe ein wegweisendes Album ab, das sie in ihrer vollen Reife und Präsenz zeigt und die Welt, wie sie ist, ungeschminkt inszeniert. Neben der bevorstehenden Veröffentlichung geht die Band auf eine ausgedehnte Live-Tournee, inklusive zahlreicher Festivalauftritte und einer großen Tour zum 40-jährigen Jubiläum von „The Final Countdown“. Die „The Final Countdown 40th Anniversary Tour“ startet am 30. September in Glasgow und verspricht, das Erbe, das sie geprägt hat, mit der neuen Energie zu verbinden, die sie heute antreibt. Alle Termine und Ticketinformationen findet man unter: www.europetheband.com