BREAK YOUR NECK #17
Wie bereits vorab vom Kollegen Björn Lause angekündigt fand am Samstag, den 31.1. das Break Your Neck-Fest in seiner 17. Ausgabe im Hallenbad in Wolfsburg statt.
Durch den sehr guten Kartenvorverkauf wurde das Geschehen auf die große Bühne verlegt, was im Nachhinein einer sehr gute Entscheidung war. Für schmale 30 Euro Abendkasse gab es 4 erstklassige Bands in einer sehr schönen Lokation zu sehen und zu hören. Den Anfang machten If Worlds Collide aus Helmstedt, die bei einer sich langsam füllenden Halle die undankbare Aufgabe hatten, mit ihrem Alternative Rock die Räumlichkeit anzuheizen. Offensichtlich waren einige Fans der Band dabei, die für Stimmung sorgten. Drummer Peter wechselte dann auch mal kurz für einige Songs ans Mikro (was offensichtlich ein Bestandteil jeder Show ist), was gut ankam.
Da Bucketlist (zumindest nach dem Logo auf der BassDrum zu urteilen) ihr Schlagzeug für die ersten Bands zur Verfügung gestellt hatten, dauerte die Umbaupause nur kurz und Source Of Rage durften als zweite Band des Abends die Bühne entern. Das Quartett aus Hildesheim/Sarstedt zeigte vom ersten Song an, wo der Melodic Groove Metal – Hammer hängt! Mit einem seit 2013 festen LineUp und unzähligen Shows waren die Herrschaften dermaßen eingespielt, dass es ein Genuss war. Inzwischen hatte sich der Saal weiter gefüllt und Sänger Marko hatte die Fanschar fest im Griff. Tolle Performance, super Ansagen und eine arsch-tighte Band (um es mal im positiven Musiker-Jargon zusagen). Die vielleicht beste Show bis dato!
Als dritte Band durften die Braunschweiger Bucketlist nun ihren Metalcore abfeuern. Die Band hatte im vergangenen November das KuFa-Haus in Braunschweig mit 300 zahlenden Gästen gefüllt (Twilight-Magazin berichtete), von denen sich sichtlich viele am heutigen Abend einen kräftigen Nachschlag holen wollten. Der Saal war jedenfalls inzwischen sehr gut gefüllt. Obwohl ich diese Band bisher nicht gehört hatte, gefielen die Songs von Anfang an. Sänger Chris verstand es ebenfalls, die Metalheads in seinen Bann zu ziehen. In den fast zehn Jahren Bandbestehen, konnten Bucketlist ebenfalls auf ein umfangreiches Repertoir zugreifen. Die vielen Gäste im Saal wirkten jedenfalls sehr zufrieden.
Der Headliner des Abends war aus dem thüringischen Eisenberg angereist. Deserted Fear, offiziell (immer noch) als Trio gelistet, aber natürlich mit Dauer-Live-Bassisten John Gahlert am Start. Mit sichtlicher Spielfreude führte Sänger Manuel seine Jungs durch das Set. Durch den top Sound im großen Saal, kamen auch die extrem ballernden Parts sauber rüber (was leider oftmals bei so manchen großen Festivals im Sound-Sumpf untergeht). Leider wurde der Saal zusehends leerer, was irgendwie etwas enttäuschend war. Die Jungs von Deserted Fear ließen sich davon natürlich nicht beirren und zogen ihre Show gnadenlos durch.
Fazit des Abends: Tolle Location, 4 erstklassige Bands, 4 unterschiedliche Musikstile, volle Hütte und hauptsächlich zufriedenen Gesichter und das zu einem mehr als fairen Eintritt von 25 Euro Vorverkauf und 30 Euro Abendkasse. Was will das Metal-Herz mehr. Da kann man der Bitte von Bucketlists´ Chris Härke nur folgen: „…kommt zu solchen Konzerten, unterstützt den Underground...“