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Konzerte

Beyond The Black, Setyøursails & Seraina Telli - Bericht & Bilder vom 28.01.2026 – Capitol Hannover

© Marcel Hübner Photography

Beyond The Black, Setyøursails & Seraina Telli - Bericht & Bilder vom 28.01.2026 – Capitol Hannover

Bereits auf dem Weg zum Eingang fielen nicht nur der standardmäßige Nightliner auf, sondern auch ein Truck mit langem Auflieger, welcher komplett mit dem Beyond-The-Black-Logo beklebt war. Ein eher seltenes Bild vor dem Capitol, was aber darauf schließen ließ, dass heute Abend etwas mehr geboten werden könnte. Aber dazu später …

001 Beyond The Black 28 01 2026 Capitol Hannover copyright twilight magazin (36)

Seraina Telli, die ehemalige Frontfrau der Burning Witches, eröffnete mit ihrem recht eigenwilligen, rockigen Stil den Abend.
Mit einem in „Grün“ getauchten Bühnenbild und einer dazu passenden grünen Gitarre wurde hauptsächlich das neue Album „Green“ präsentiert. Etwas verwunderlich war die Tatsache, dass außer Seraina nur Drummer Mike Mollath auf der Bühne stand. Auch wenn Seraina zwischendurch an das bereitstehende Keyboard wechselte, mussten alle weiteren musikalischen Klänge vom Band kommen. Dennoch konnten die beiden das Publikum schon mal mit ihrem gut 30-minütigen Set in Stimmung bringen.

Nach einer kurzen Umbaupause enterten die Kölner Setyoursails die Bühne. Sängerin Jules Mitch zeigte von der ersten Sekunde an, wo der Hase langläuft. Mit dem krassen musikalischen Stilwechsel zu Seraina Telli war hier Abriss angesagt. Wer die Band vorher nicht so richtig auf dem Schirm hatte, aber auf Formate wie „April Art“ oder „League Of Distortion“ steht, kam hier voll auf seine Kosten. Mit einer unbändigen Energie fegte Jules über die Bühne und nahm auch mit ihren Ansagen das Publikum mit. Die Band feuerte mit ihrem Mix aus Metalcore und Melodic Hardcore ca. 50 Minuten lang dem Publikum ihre Songs um die Ohren, wobei der Schwerpunkt auf dem aktuellen Album „Bad Blood“ lag.

Die eigentlich eher unkonventionelle Bandzusammenstellung für solch eine Tournee kam beim Publikum dennoch sichtlich gut an, sodass Beyond The Black keine Gedanken darauf verschwenden mussten, das Publikum erst einmal in Stimmung zu bringen. Die Mannschaft um Jennifer Haben konnte nach der Umbaupause (hinter dem dafür hochgezogenen Bühnenvorhang) ganz entspannt die vorhandene Energie aus dem Publikum mitnehmen und gleich mit den drei superstarken Songs „Break The Silence“, „Hysteria“ und „Rising High“ durchstarten.

Jetzt wurde auch klar, warum draußen der oben erwähnte Truck stand: Eine riesige Videoleinwand war hinter dem Schlagzeug aufgebaut und sollte für jeden Song ein eigenes Hintergrundbild einblenden. Hinzu kamen die Boxen, die rechts und links neben der Bühne an der Decke hingen und für einen solch brillanten Sound sorgten, wie man ihn eher selten erlebt. Sicherlich haben auch die vielen Gitarren, von denen Chris Hermsdörfer bei gefühlt jedem Song eine andere spielte, einen entsprechenden Transportplatz eingenommen.

Bei der Songauswahl wurde natürlich das aktuelle Album „Break The Silence“ bevorzugt bedient. Aber natürlich sollten auch Songs aus dem Album „Songs Of Love And Death“ sowie weitere ältere Titel nicht fehlen.

Bewegte sich Jules Mitch bei Setyoursails noch wie ein Wirbelwind auf der Bühne, kam Jennifer Haben (passend zum Musikstil) schon fast majestätisch rüber und erinnerte mich teilweise an die Bühnenpräsenz einer Tarja Turunen aus alten Zeiten. Ein Schmankerl gab es noch zusätzlich fürs Auge, als sie bei „Ravens“ mit den goldenen Flügeln auf die Bühne kam.

Als Jennifer bei der Ankündigung zu „In The Shadows“ zugleich auch den letzten Song ankündigte, war die Verwunderung sicherlich bei vielen Fans groß, da das Konzert gefühlt doch eigentlich gerade erst angefangen hatte. Klar war aber auch, dass es noch einige Zugaben geben würde, die dann auch kamen: Bei „The Art Of Being Alone“ wurden sogar Sequenzen aus dem bekannten Video mit Chris Harms von Lord Of The Lost eingespielt.
„Running To The Edge“ und „Halleluja“ waren dann der krönende Abschluss.

Die Kombination der Einspielungen auf der Videoleinwand, dem fantastischen Licht, dem brillanten Sound und einer graziösen Jennifer Haben machten dieses Konzert zu einem wahrlich symphonischen Fest.

 
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