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Konzerte

NADIR OVER EUROPE – Tour 2025 – Turock Essen 10.12.2025


NADIR OVER EUROPE – Tour 2025 – Turock Essen 10.12.2025

Auf ihrer ersten Europa-Headliner-Tour zu ihrem 2024 erschienenen Album ‚Nadir‘ brachte es die deutsche Black Metal Band Groza in verschiedene Clubs quer durch Europa. Begleitet wurden sie von den Bands The Spirit, Nornir und Antikvlt. Begonnen in Regensburg spielten die vier Bands insgesamt 18 Shows, bis sie letztendlich ihr Tour-Finale in Wien hatten.

Eingetroffen im Turock, einer der beliebtesten Clubs der Essener Metal Szene, wurde schnell klar: der Laden wird voll! Und das an einem Mittwochabend.

Hunderte KonzertbesucherInnen fanden am 10.12.2025 nach einem verzögerten Einlass im Turock Essen ein, um live ein Teil der 14. Show der diesjährigen Europa-Tour zu sein, welche gegen 19:30 Uhr durch die Band Antikvlt eröffnet wurde.

 
10.12.2025

NADIR OVER EUROPE

Turock Essen

Headliner
Groza

Antikvlt

Roh, dunkel und ehrlich würde ich den Sound der durch den österreichischen Gitarristen und Sänger Chris Marrok gegründeten Band beschreiben. Genau das vermittelten sie live ihrer Crowd gegenüber. Die Atmosphäre erinnerte an düstere und rebellische Energien des ursprünglichen Black Metals. Chris Marrok ist unter anderem aus den Bands Harakiri For The Sky und Anomalie bekannt und wollte mit seinem Projekt Antikvlt, welches zunächst als Soloprojekt gegründet wurde, genau das erschaffen und dabei gegen die neuen Entwicklungen im Black Metal wirken. Gespielt wurden Songs des 2025 erschienenen Albums ‚A Revelation of Intoxication‘ und heizten damit die BesucherInnen in der halbstündigen Spielzeit ein.

Mit Top Titeln des Albums, wie zum Beispiel: ‚What Love cant’t buy‘ oder ‚In Darkness They trust‘, lieferten Antikvlt mit düsteren Klängen gepaart von rauem Gesang eine Atmosphäre, die die Masse eintauchen ließ in eine Welt menschlicher Abgründe, Melancholie und Sozialkritik.


Nornir

Nornir betraten als zweite Band des Abends die Bühne und überraschten mit rotem Bühnenlicht, brennenden Feuerschalen, mit Spikes besetzten Manschetten und Corpse Paint das Publikum auf Anhieb, da sie mit ihrer Bühnenästhetik und ihrem traditionellen Sound den Eintritt in die Welt des melodischen atmosphärischen Black Metals garantieren. Die 2014 gegründete sächsische Band trieb mit ihrer Setlist aus dem 2023 erschienenen Album ‚Skuld‘ die BesucherInnen ordentlich nach vorn. Die Sängerin und Gitarristin Lethian, definitiv eine Stimmgewalt. Neben mehrsprachigen Songtexten, inspiriert durch die nordische Mythologie, Naturklängen und rituellen Sounds bieten Nornir in Songs wie ‚Galdr‘ oder ‚Dedicated to the Night‘ definitiv den Sprung in eine epische Atmosphäre, so auch im Turock Essen.

Nornir
Copyright by Janine Crepulja

The Spirit

Als drittes ging die 2015 in Saarbrücken gegründete Band The Spirit auf die Stage. Schnell sah man eine bebende Masse, erkenntlich durch fliegende Haare und erhobene Fäuste. Kein Wunder bei den Gitarrenriffs, die The Spirit liefern! Neben dem starken Gesang, überzeugt der Mix aus schnellem melodischem Death- und Black Metal, welcher den Sound intensiv gestaltet und das Publikum definitiv mitreißt und nach vorne treibt. Insbesondere zeigen The Spirit bei Songs wie ‚Nothingness Forever‘ oder ‚Against Humanitiy‘ aus dem 2024 erschienenen Album ‚Songs Against Humanity‘, dass dieses Album definitiv ein Erfolg bei ihren Fans war, denn mitgesungen wurde ebenfalls! Es ist kein Geheimnis, dass The Spirit bekannt für ihre sauberen Performances sind – denn hier sitzt wirklich alles. Dies zeigte die Band ebenso im Essener Turock.

Atmosphärisch ging es dann mit dem Headliner des Abends weiter: Groza.

The Spirit
Copyright by Janine Crepulja

Groza
Nebel, dunkles Licht, Gestalten, die durch ihre schwarzen Roben eher an musizierende Schatten erinnern und kühler, bedrohlicher, aber leidenschaftlicher Sound fesselten das Publikum binnen Sekunden. Ebenfalls überzeugten die Bayern im Turock Essen durch ein düsteres gut inszeniertes Bühnenbild mit okkulten Details. ‚Nadir Over Europe‘ war nicht nur der Name der Tour, sondern dem 2024 erschienenen Album ‚Nadir‘ gewidmet. Ein extrem bedeutsames und emotionales Album. ‚Nadir‘ bedeutet übersetzt ‚Tiefpunkt‘ und diesen hatte die Band 2023 durch den Verlust ihres Bassisten Mike, weshalb sie ihm das Album gewidmet haben und nun auf der ganzen Welt für ihn auf der Bühne stehen. In Songs wie ‚Equal. Silent. Cold.‘ oder ‚Deluge‘ kommt genau diese Energie sehr gut rüber. Es war fast so, als konnte man diesen Schmerz mitfühlen. Insbesondere, als der Sänger P.G. die Rotweinflasche in die Luft hielt und ankündigte, dass der letzte Song des Abends für Mike sein soll und im Anschluss auf die Knie sank. Definitiv ein Finale des Abends, welches unter die Haut ging.
Groza
Copyright by Janine Crepulja
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