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Konzerte

Fête de la Musique 2026 in Hannover – Die Metalszene feiert am Steintor

© Marcel Hübner Photography

Fête de la Musique 2026 in Hannover – Die Metalszene feiert am Steintor

Während in der gesamten Innenstadt die unterschiedlichsten Musikrichtungen zu hören waren, zog es die Metal-Gemeinde auch in diesem Jahr wieder zur Open-Air-Bühne am Steintor. Die Twilight-Crew schaffte es leider erst zum Auftritt von Rats of Gomorrah, verpasste den Beginn des Programms aber keineswegs unglücklich.

Das Kieler Duo ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen würde. Mit schwerem Death Metal feuerten Rats of Gomorrah ihre Songs kompromisslos in Richtung Publikum und sorgten für die ersten Nackenschmerzen des Tages. Besonders interessant war dabei der Blick auf die zahlreichen Passanten, die eigentlich nicht unbedingt wie typische Metalfans wirkten. Statt jedoch schnell weiterzuziehen, blieben viele stehen, schauten neugierig zu und schienen durchaus Gefallen an dem zu finden, was ihnen da um die Ohren gehauen wurde.

Im Anschluss übernahmen Surgical Strike die Bühne und machten genau dort weiter, wo Rats of Gomorrah aufgehört hatten – nur eben mit einer ordentlichen Portion Thrash Metal. Die Hannoveraner lieferten wie gewohnt ein wahres Thrash-Gewitter ab und bewiesen einmal mehr, warum sie sich in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erspielt haben. Während ihres Auftritts füllte sich der Platz vor der Bühne zunehmend, und die Stimmung nahm spürbar Fahrt auf.

Mit Athorn stand anschließend eine weitere Hannoveraner Band auf dem Programm. Vor dem Auftritt war den Musikern die Nervosität noch etwas anzumerken. Auf der Bühne legte sich diese jedoch schnell. Mit jedem Song gewann die Band an Selbstvertrauen und wurde vom Publikum entsprechend gefeiert. Die positive Resonanz zeigte deutlich, dass Athorn sich in der regionalen Szene längst etabliert haben.

Den Abschluss des Metal-Programms übernahmen Drone. Die Band musste dabei mit Ersatzbasser Hannes Huke (Soundmann bei wohlklangforschung.de und Damnation Defaced)  antreten. Zusätzlich waren sowohl das Backdrop als auch Mutz Bühnenklamotten im Bulli eingeschlossen gewesen. Was andernorts vielleicht für Hektik gesorgt hätte, wurde hier mit Humor genommen und Mutz hat dann einfach in Badehose gespielt. Die Stimmung blieb durchgehend hervorragend. Vor der Bühne entstand ein ordentlicher Circle Pit, Bierduschen sorgten für zusätzliche Abkühlung und das Publikum feierte die Band ausgelassen bis zum letzten Ton.

Abseits der Musik war ebenfalls alles vorhanden, was man für einen gelungenen Festivaltag benötigt. Rund um die Bühne sorgten verschiedene Stände für ausreichend Verpflegung, sodass niemand hungrig oder durstig bleiben musste.

Besonders schön war für die Twilight-Crew das Wiedersehen mit vielen alten Freunden, Musikern und Wegbegleitern aus Hannover und der Region. Die Metalszene zeigte sich einmal mehr als eng verbundene Gemeinschaft, die solche Veranstaltungen zu etwas Besonderem macht.

Ein großes Lob verdienen außerdem die Verantwortlichen für den Sound. Sämtliche Bands profitierten von einer überraschend druckvollen und klaren Beschallung vor der Bühne. Einziger kleiner Kritikpunkt bleibt die Bühnengröße, die angesichts der Besucherzahlen und der Energie auf der Bühne gerne etwas großzügiger hätte ausfallen dürfen.

Unterm Strich war die Fête de la Musique am Steintor erneut ein voller Erfolg: starke Bands, beste Stimmung, viele bekannte Gesichter und ein Tag, der gezeigt hat, wie lebendig die hannoversche Metalszene weiterhin ist.

 
Headliner
Drone