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Konzerte

Heidenfest 2026 München: Folklorische Klänge im Backstage

© Daniel Krömmling

Heidenfest 2026 München: Folklorische Klänge im Backstage

Premiere im finnischen Metal: erstmalig sind FINNTROLL mit KORPIKLAANI gemeinsam live auf Tour. Im Rahmen des Heidenfest sind sie aktuell quer durch Europa mit HEIDEVOLK, TROLLFEST und THE DREAD CREW OF ODDWOOD unterwegs. Das Twilight-Magazin traf sie Anfang Februar in München und ist schlicht weg immer noch begeistert!

Das Heidenfest hat sich über die Jahre mittlerweile einen guten Ruf in der Folk-Metal-Szene erarbeitet. Mit 28 Konzerten in 12 Ländern kann man die aktuelle Tournee durchaus als erfolgreich bezeichnen – auch wenn das Münchener Backstage am Sonntagabend, des 01. Februars nur halb gefüllt war. Doch was der Veranstaltung an Quantität fehlte, machte sie durch Qualität und Atmosphäre mehr als wett.

FAZIT:
Trotz der bescheidenen Besucherzahl herrschte im Backstage eine außergewöhnlich gute Stimmung. Das Heidenfest 2026 bewies in München, dass es nicht immer auf die Masse ankommt. Manchmal reichen die richtigen Bands, die richtige Atmosphäre und ein cooles Publikum, das bereit ist, sich auf eine musikalische Reise einzulassen.

FINNTROLL - Solsagan (OFFICIAL VIDEO)
KORPIKLAANI - Kalmisto (OFFICIAL VIDEO)
 
01.02.2026

Heidenfest 2026


Spielzeit
5h
Headliner
Korpiklaani / Finntroll
Besucherzahl
~500
  • Setlist

    The Dread Crew Of Oddwood:

    Start: 17:30Uhr

    1. Dead Man's Medley
    2. Leather Ship
    3. Side Quest
    4. Giant Fucking Demon Crab
    5. Trollwhack
    6. Squall of Death
    7. (Unknown) (Mandolin vs pipe/song for the fallen)
    8. Give Me Your Beer
    9. Lawful Evil

    Trollfest:

    Start: 18:15Uhr

    1. Dance Like a Pink Flamingo
    2. Flamongous
    3. Happy Heroes
    4. Twenty Miles an Hour
    5. Kaptein Kaos
    6. Trinkentroll
    7. Piña Colada
    8. Renkespill
    9. All Drinks on Me
    10. Kjettaren mot strømmen

    Heidevolk:

    Start: 19:15Uhr

    1. Ontwaakt
    2. Ostara
    3. Walhalla wacht
    4. Yngwaz' zonen
    5. A Wolf in My Heart
    6. Oeros
    7. Drinking with the Gods (Valhalla)
    8. Vulgaris magistralis (Normaal cover)
    9. Nehalennia

    Finntroll:

    Start: 20:20Uhr

    1. Midvinterdraken
    2. Människopesten
    3. Solsagan
    4. Fiskarens fiende
    5. Blodsvept
    6. Nedgång
    7. Svartberg
    8. Mask
    9. Trollhammaren
    10. Nattfödd
    11. Skogsdotter
    12. Jaktens tid
    13. Ormfolk

    Korpiklaani: 

    Start: 21:50Uhr        

    1. Hunting Song
    2. Wooden Pints
    3. A Man With a Plan
    4. Beer Beer
    5. Happy Little Boozer
    6. Aita
    7. Kalmisto
    8. Ämmänhauta
    9. Tuli kokko
    10. Leväluhta
    11. Päät pois tai hirteen
    12. Lonkkaluut
    13. Ruumiinmultaa
    14. Gotta Go Home (Boney M. cover)
    15. Viima
    16. Metsämies
    17. Saunaan
    18. Vodka

The Dread Crew Oddworld

Den Auftakt machten THE DREAD CREW OF ODDWOOD, und bereits hier wurde klar: Dieser Abend würde anders ausfallen als erwartet. Die Band trägt ihren Namen zu Recht – „odd” im besten Sinne des Wortes. Was anfangs noch für überraschte Gesichter im Publikum sorgte, entwickelte sich schnell zu einem mitreißenden Set. Die selbsternannte „Heavy Mahogany“-Band aus Los Angeles verzichtete komplett auf Verstärker und E-Gitarren und setzte stattdessen auf Akkordeon, Kontrabass, Geige und akustischen Gitarren. Mit beeindruckender Spielwut und überraschender Professionalität hatten die lustigen Spielmänner die Masse binnen kürzester Zeit mehr als im Griff. Ein gelungener, unkonventioneller Start in den Abend.

The Dread Crew Oddworld
© Daniel Krömmling

TrollfesT

Im Anschluss sorgten TROLLFEST für das Highlight des Abends. Selten hat man so viel Rosa und Pink auf einer Metal-Bühne gesehen. Ein gewagter, aber vollends gelungener Stilbruch, der perfekt zur verspielten, chaotischen Energie der norwegischen Truppe passte. Die Band, verkleidet in Flamingo-Kostümen, zelebrierten ihre einzigartige Mischung aus Folk, Metal und purem Wahnsinn mit einer Bühnenpräsenz, die man so schnell nicht mehr vergisst. Das nennt man dann wohl Leidenschaft!

TrollfesT
© Daniel Krömmling

Heidevolk

Besonders überzeugend präsentierten sich darauf die Niederländer von HEIDEVOLK. Eindrucksvoll bewies die Truppe um die beiden Sänger Jacco de Wijs (seit 2016) und Daniël Wansink (seit 2022), dass sie weit mehr zu bieten haben als das übliche Pagan-Metal-Repertoire. Wer sie nur in diese Schublade pressen will, liegt komplett daneben. Mit zweistimmigem Gesang und ihrem interessanten Mix aus Black-Metal-Elementen und folkloristischen Einflüssen schufen sie eine Atmosphäre, die sowohl rasend als auch melodisch war. Songs wie „Vulgaris Magistralis“ und „A Wolf in My Heart“ ließen die Menge mitgrölen, auch wenn die meisten vermutlich kein Wort verstanden. Die spartanische Bühnenshow wurde durch schiere musikalische Intensität wettgemacht.

Die Band fing das Publikum nicht nur ein, sie fesselte es vom ersten bis zum letzten Ton.

Heidevolk
© Daniel Krömmling

Finntroll

Nach dem gelungenen Tripple folgte schließlich die finnische Doppelspitze in Form von FINNTROLL und KORPIKLAANI. Beide lieferten genau das, was das Publikum erwartete: energiegeladenen Folk-Metal auf höchstem Niveau. Bei „Trollhammaren“ verwandelte sich das Backstage in einen brodelnden Hexenkessel. Vor allem der Interims-Sänger von FINNTROLL bot dem Publikum eine ergreifende Performance, die auch hier die leidenschaftliche Musik visuell zum Ausdruck brachte. Da wunderte es nicht, dass manche Besucher den Sängerwechsel gar nicht groß registrierten, zu professionell war der Auftritt von Kistelach, der somit den aus gesundheitlichen Gründen leider zu Hause gebliebenen Sänger Vreth für das Heidenfest würdevoll vertreten hat.

Finntroll
© Daniel Krömmling

Korpiklaani

Abschließend zeigten KORPIKLAANI mit ihren bekannten Hits einmal mehr, warum sie zu den Fixsternen der Szene gehören. Bereits bei „Beer Beer“ brodelte die Menge, und spätestens bei „Vodka“ verwandelte sich das Backstage in eine einzige, wogende Masse feierwütiger Metalheadz.

Korpiklaani
© Daniel Krömmling
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