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Lantlos veröffentlichen die letzte Vorab-Single „Oxygen“ vom neuen Album „Nowhere in Between Forever“


Lantlos veröffentlichen die letzte Vorab-Single „Oxygen“ vom neuen Album „Nowhere in Between Forever“

Lantlos kommentiert „Oxygen“: „Dieser Song ist wie ein Ritt auf Rollschuhen durch eine utopische Vision der Rave-Euphorie der späten 90er – eine hyperrealistische Welt digitaler Höhenflüge und seltsamer, künstlicher Positivität“, sinniert Mastermind Markus Skye. „‚Oxygen‘ fängt den surrealen Optimismus jener Ära und den unerschütterlichen Glauben an die Technologie als Tor zu einer strahlenden, grenzenlosen Zukunft ein. Ich sehe ihn als eine Art Metal-DnB-Track. Metal- und Rock-Drums treiben einen klassischen Breakbeat-Rhythmus an, der einen Geschwindigkeitsrausch erzeugt, der sich euphorisch und gleichzeitig leicht schrill anfühlt. Dieser seltsame Flug durch frühe 3D-Modelle einer endlosen digitalen Realität lässt dich zwischen künstlicher Glückseligkeit und Erschöpfung nach einem Machtrausch schweben, auf dem Weg ins Elysium.“

Lantlos fangen die „Unergründliche Leichtigkeit des Seins“ wie kaum eine andere Band ein, die – gefühlt eine Ewigkeit her – unter dem Einfluss des Black Metal begann. Auf ihrem sechsten Studioalbum „Nowhere in Between Forever“ führt Mastermind und einziger Musiker Markus Skye (ehemals Markus Siegenhort alias Herbst) die Grundrichtung des Vorgängers „Wildhund“ mindestens einen Schritt weiter und schlägt einen neuen Kurs ein.

„Nowhere in Between Forever“ ist eine spirituelle Reise in die glitzernde Welt der Neunziger, als alles irgendwie einfach und möglich schien. Das Album bietet eine Sammlung von Hits, die im typischen Lantlos-Sound verwurzelt sind und mit Elementen der digitalen Klangwelt angereichert werden, die sich im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts rasant ausbreitete. Es wäre jedoch ein großer Fehler, dieses Album als reine Nostalgie abzutun. Wie Skye anmerkt, schwingt in „Nowhere in Between Forever“ bewusst eine gewisse Leere und Künstlichkeit mit, die subtil einen düsteren Schatten kommender Zeiten wirft.

Diese musikalischen Wendungen verbinden die unbeschwerten, scheinbar sonnigen und sogar poppigen Alternative-Rock- und Metal-Tracks mit der düsteren Vergangenheit von Lantlos. Die Anhänger dieser herausragenden Rock- und Metal-Band sind mittlerweile an die ständige Wandlungsfähigkeit und Weiterentwicklung von Markus Skyes sprudelnder musikalischer Kreativität gewöhnt, die einen Teil ihres Charmes ausmacht.

Der aktuelle Sprung von Lantlos ist jedoch nicht so gewaltig wie der zwischen „Agape“ (2011) und „Melting Sun“ (2014) und später zwischen letzterem und „Wildhund“ (2021), als die Band ihren klanglichen Kokon abstreifte und sich zu einem Alternative-Metal-Schmetterling entwickelte, der sich irgendwo im verschlungenen Klangraum zwischen Devin Townsend, Smashing Pumpkins, Hum und Deftones verorten lässt.

Multiinstrumentalist Markus Skye gründete Lantlos ursprünglich 2005 zusammen mit seinem Freund Anggrau, damals noch unter dem Einfluss des Black Metal. Dies spiegelt sich in der seltenen ersten Demo der Band, „Îsern Himel“, und ihrem selbstbetitelten Debütalbum wider, die beide 2008 erschienen. Der Bandname leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „lantlôs“ ab, was so viel wie „heimatlos“ oder wörtlich „ohne Land“ bedeutet.

Das erste Album „Lantlôs“ enthielt Gastbeiträge von EÏS-Frontmann Florian „Alboin“ Dammasch, den Markus für die beiden folgenden Alben „.neon“ (2010) und „Agape“ (2011) durch Alcest-Sänger Stéphane „Neige“ Paut ersetzte. Der Sängerwechsel markierte gleichzeitig eine Hinwendung zu Blackgaze und Post-Black Metal.

Mit dem vierten Album „Melting Sun“ (2014) schlugen LANTLOS erneut einen anderen Weg ein. Markus hatte sich im Guten von Neige getrennt und übernahm fortan den Gesang selbst. Dies ging einher mit einer weiteren Abkehr von den Black-Metal-Wurzeln der Band.

Mit „Nowhere in Between Forever“ bestätigen Lantlos sowohl die stilistische Entwicklung der letzten beiden Alben als auch ihre bemerkenswerte Fähigkeit, mit beinahe beängstigender Leichtigkeit fesselnde Melodien und wunderschöne Stücke zu erschaffen. Achtung: „Nowhere in Between Forever“ enthält ausschließlich großartige Songs – keine Füller!
 
  • Tracklist
    01 - Daisies
    02 - Cherries
    03 - Oxygen
    04 - Jeanet
    05 - Numb TV Superstar
    06 - Solar Death
    07 - AutoGuard
    08 - Planets
    09 - Ghost
    10 - Clockworks
    11 - Windhunter
  • Line Up
    Markus Skye – Gesang, Gitarre, Synthesizer, Programmierung
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Lantlos - Oxygen [Official Visualizer]