Im letzten Jahr feierten HANNI UND NANNI die 80. Hörspiel-Folge und gleichzeitig den Abschied vom alten Cast und Produktionsteam um Heikedine Körting. Doch frei nach Hermann Hesse wohnt bekanntlich jedem Ende ein Anfang inne und so liegen mittlerweile die ersten drei Folgen der neu aufgelegten Hörspielabenteuer aus dem Internat Lindenhof vor.

Julia Ostrowski tritt in die Fußstapfen von Heikedine Körting und die Jugendbuchautorin Uticha Marmon übernimmt die Rolle von Andrè Minninger, so dass schon das Team an der Spitze eine deutliche Verjüngung erfahren hat. Luise Helm tritt als Erzählerin die Nachfolge von Lutz Mackensy und Hans Paetsch an und macht ihre Sache gut. Und in dieser Hinsicht kann auch für den Rest des Castes Entwarnung gegeben werden, denn es ist gelungen, junge, frische Stimmen zu finden, die aber nicht zu sehr ins Alberne abdriften. Magdalena Montasser (Hanni), Valentina Bonalana (Nanni) & Co. füllen die Rollen der Internatsbewohner glaubhaft und durchaus mit Blick auf die Ursprünge der Serie aus. Während man den überlangenund dazu noch ziemlich grausamen Titelsong erstmal überstehen muss, können die Illustrationen aus der Feder von Hanna Wenzel absolut überzeugen. Sie findet eine gute Balance zwischen Tradition und Moderne, wobei die Artworks ganz klar den Geist der frühen Illustrationen aufnehmen – und glücklicherweise nicht den KI-Ansatz der letzten Folgen. Die Rahmenbedingungen stimmen also, aber wie sieht es mit den Geschichten aus?
Auch in dieser Hinsicht wird das Rad nicht neu erfunden und eine zwanghafte Anbiederung an vermeintlich jugendliche Hörbedürfnisse unterbleibt zum Glück. Stattdessen werden dem Hörer traditionelle und doch frische Abenteuer geboten, die man sich gerne mit den eigenen Kindern anhört, ohne sich zu jeder Sekunde zu fragen, wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat. Insofern ist der Übergang von der alten Serie zum Relaunch recht sanft ausgefallen, was mir gut gefällt, da HANNI UND NANNI nicht zwanghaft verjüngt wurden. Beispielsweise kommen die jugendlichen Protagonistinnen auch weiterhin ohne Mobiltelefone und Social Media aus.
In der Pilotfolge wird die traditionelle Handlung des ersten Enid Blyton-Romans aufgegriffen und die Zwillingsschwestern wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Schulwechsel nach Lindenhof. Nur um am Ende festzustellen, dass sie ausgerechnet in Lindenhof neue Freunde und ein neues Zuhause finden werden.
Im zweiten Teil wird die Grundlage für weitere Hörspielabenteuer um die Sullivan-Zwillinge gelegt: Nanni stößt in der Bibliothek auf ein altes Tagebuch, das die Geschichte dreier unzertrennlicher Freundinnen erzählt. So scheint es, denn ein Unfall führte seinerzeit zum Bruch der Freundschaft und Hanni, Nanni und ihre Freundinnen begeben sich auf Spurensuche in den alten Jahrbüchern Lindenhofs. Dabei machen sie erstaunliche Entdeckungen. Zudem kommt eine Neue nach Lindenhof und auch sie trägt ein Geheimnis mit sich herum. Genug Stoff also, um den tristen Internatsalltag aufzupeppen.
Das dritte Abenteuer beginnt am Straßenrand. Denn statt für ihre Prüfungen zu büffeln, geht Hanni joggen und findet dabei einen verletzten Hundewelpen. Da sich Hanni und Lou dazu entschließen, den Hund zum Tierarzt zu bringen, verpasst Hanni ihre Nachprüfung. Nanni springt ein, doch leider bleibt diese Täuschung nicht lange unbemerkt. Werden die Zwillinge und ihre Freundinnen einen Ausweg aus dieser Zwickmühle finden? Findet es heraus.
Fazit: Die Neuauflage dieses Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur ist rundum gelungen, was neben den unterhaltsamen Geschichten auch daran liegt, dass man mit Bedacht und Fingerspitzengefühl zu Werke gegangen ist. Das Ergebnis sind liebevoll gestaltete und produzierte Abenteuergeschichten ohne große Schockmomente oder Anbiederungen an vermeintliche Erfordernisse des Zeitgeistes. Und dennoch wirken die Hörspiele zeitgemäß und nicht altbacken. Gut gemacht, Hanni und Nanni!

Julia Ostrowski tritt in die Fußstapfen von Heikedine Körting und die Jugendbuchautorin Uticha Marmon übernimmt die Rolle von Andrè Minninger, so dass schon das Team an der Spitze eine deutliche Verjüngung erfahren hat. Luise Helm tritt als Erzählerin die Nachfolge von Lutz Mackensy und Hans Paetsch an und macht ihre Sache gut. Und in dieser Hinsicht kann auch für den Rest des Castes Entwarnung gegeben werden, denn es ist gelungen, junge, frische Stimmen zu finden, die aber nicht zu sehr ins Alberne abdriften. Magdalena Montasser (Hanni), Valentina Bonalana (Nanni) & Co. füllen die Rollen der Internatsbewohner glaubhaft und durchaus mit Blick auf die Ursprünge der Serie aus. Während man den überlangenund dazu noch ziemlich grausamen Titelsong erstmal überstehen muss, können die Illustrationen aus der Feder von Hanna Wenzel absolut überzeugen. Sie findet eine gute Balance zwischen Tradition und Moderne, wobei die Artworks ganz klar den Geist der frühen Illustrationen aufnehmen – und glücklicherweise nicht den KI-Ansatz der letzten Folgen. Die Rahmenbedingungen stimmen also, aber wie sieht es mit den Geschichten aus?
Auch in dieser Hinsicht wird das Rad nicht neu erfunden und eine zwanghafte Anbiederung an vermeintlich jugendliche Hörbedürfnisse unterbleibt zum Glück. Stattdessen werden dem Hörer traditionelle und doch frische Abenteuer geboten, die man sich gerne mit den eigenen Kindern anhört, ohne sich zu jeder Sekunde zu fragen, wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat. Insofern ist der Übergang von der alten Serie zum Relaunch recht sanft ausgefallen, was mir gut gefällt, da HANNI UND NANNI nicht zwanghaft verjüngt wurden. Beispielsweise kommen die jugendlichen Protagonistinnen auch weiterhin ohne Mobiltelefone und Social Media aus.
In der Pilotfolge wird die traditionelle Handlung des ersten Enid Blyton-Romans aufgegriffen und die Zwillingsschwestern wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Schulwechsel nach Lindenhof. Nur um am Ende festzustellen, dass sie ausgerechnet in Lindenhof neue Freunde und ein neues Zuhause finden werden.
Im zweiten Teil wird die Grundlage für weitere Hörspielabenteuer um die Sullivan-Zwillinge gelegt: Nanni stößt in der Bibliothek auf ein altes Tagebuch, das die Geschichte dreier unzertrennlicher Freundinnen erzählt. So scheint es, denn ein Unfall führte seinerzeit zum Bruch der Freundschaft und Hanni, Nanni und ihre Freundinnen begeben sich auf Spurensuche in den alten Jahrbüchern Lindenhofs. Dabei machen sie erstaunliche Entdeckungen. Zudem kommt eine Neue nach Lindenhof und auch sie trägt ein Geheimnis mit sich herum. Genug Stoff also, um den tristen Internatsalltag aufzupeppen.

Das dritte Abenteuer beginnt am Straßenrand. Denn statt für ihre Prüfungen zu büffeln, geht Hanni joggen und findet dabei einen verletzten Hundewelpen. Da sich Hanni und Lou dazu entschließen, den Hund zum Tierarzt zu bringen, verpasst Hanni ihre Nachprüfung. Nanni springt ein, doch leider bleibt diese Täuschung nicht lange unbemerkt. Werden die Zwillinge und ihre Freundinnen einen Ausweg aus dieser Zwickmühle finden? Findet es heraus.
Fazit: Die Neuauflage dieses Klassikers der Kinder- und Jugendliteratur ist rundum gelungen, was neben den unterhaltsamen Geschichten auch daran liegt, dass man mit Bedacht und Fingerspitzengefühl zu Werke gegangen ist. Das Ergebnis sind liebevoll gestaltete und produzierte Abenteuergeschichten ohne große Schockmomente oder Anbiederungen an vermeintliche Erfordernisse des Zeitgeistes. Und dennoch wirken die Hörspiele zeitgemäß und nicht altbacken. Gut gemacht, Hanni und Nanni!