Sal Abruscato beteuert, dass A PALED HORSE NAMED DEATH eine neue Band ist und es sich nicht um einen Type O Negative Nachfolger handelt. Er widerlegt sich gleich bei den ersten Tönen der Platte. Der Basslauf erinnert doch sofort an den Type O Negative Hit ´Black No. 1´. Und auch in der Folge finden sich immer wieder Parts oder ganze Songs, die versuchen Type O Negative zu zitieren.
Für mich machen A PALED HORSE NAMED DEATH da weiter wo Type O Negative aufgehört haben. Damit meine ich nicht die nach dem Ausrutscher ´October Rust´ wieder guten Scheiben, sondern die uninspirierte, enttäuschende letzte Tour. Auch das war nur noch ein Schatten alter Tage. ´Lay My Soul To Waste´ schafft es einfach nicht eine Atmosphäre aufzubauen. Das gilt sowohl für die schnelleren Songs (´Killer By Night´) als auch für die ruhigeren Nummern (´Day Of The Storm´). Einen großen Anteil daran haben die ausdruckslosen Vocals, die mir mit zunehmender Dauer mehr und mehr auf die Nerven gehen. Alle Versuche, episch und ergreifend zu klingen, gehen in die Hose. Und auch gute Hooklines sind nicht zu hören. Vielleicht liegt es an den Hoffnungen, die ich in diese Scheibe gesetzt habe, dass sie mich so enttäuscht. Warum das so ist, ist aber eigentlich auch egal. Wer Type O Light sucht wird fündig; ich höre mir jetzt erst mal wieder World Coming Down an.