Auch dies Platte bietet modernen Thrash Metal, der im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen dieser Art aber noch tiefer im traditionellen Thrash verwurzelt ist. Die Vocals erinnern - wenn sie nicht eher Hardcore artig geschriene sind - mal an Soilwork und James Hetfield (´The Void´).
Musikalisch geht es anfänglich gut zur Sache, die Luxemburger mischen den traditionellen Thrash mit jeder menge Groove. Leider nutz sich der Sound mit fortschreitender Spielzeit ab. Das liegt auch daran, dass einige Tracks zu lang gehalten wurden. Etwas kompakter würde es sicher besser knallen. So ist das mehr als eine Minute dauernde Gitarrensolo bei ´Primal Sin Crisis´ völlig überdimensioniert. Wenn die Jungs das in den Griff bekommen, gibt es sicher eine weitaus bessere Platte. Das die Gewinner der Luxemburger Metal Battle ihre Instrumente im Griff haben wird schnell deutlich und auch gute Ideen sind immer wieder zu hören, für wirkliche Eigenständigkeit reicht es aber nicht. Die kann man von einem Albumdebüt wohl auch nicht erwarten. Jede neue und nicht herausragende Band wird es auf diesem übersättigten Markt schwer haben. Mal sehen, ob es für ABSTRACT RAPTURE reicht.