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Abuser - Blood Marks

VÖ: 07. Mai 2026  •   Label  Xtreem Music
Diese Platte hinterlässt nicht nur Blutspuren.

Der Thrash der Polen geht dermaßen nach vorne, dass man wohl eher von Blutlachen sprechen kann. Thrash lebt für mich von roher Energie und Aggression, davon haben ABUSER jede Menge. Vielleicht liegt es auch daran, dass es ein Debüt ist, dass Frische und Wildheit im Überfluss zu hören sind. ABUSER verlieren sich aber nie im Chaos. Pathos, Chöre, butterweiche Soli, melodische Vocals? Fuck it! Seit 1983 wissen wir, dass ´Show No Mercy´ ein sehr gutes Motto für ein Thrash Album ist. Und so knüppeln sich die Polen in 36 Minuten durch die zehn Songs, dass es eine wahre Freude ist. Lediglich ´Fin De Siècle´ fällt etwas aus dem Rahmen. Zu Beginn zeigen die Jungs, dass sie auch anspruchsvollere Rhythmik beherrschen, im weiteren Verlauf ist mir der Track aber etwas zu langatmig und das Solo zu ausladend. Diese Klippe umschiffen sie sonst so souverän. ABUSER verzichten auf jegliche Black Metal-Anteile, die heute im räudigen Thrash ja verbreitet sind. Hier gibt es pure Kost.

Es ist erstaunlich, dass die Jungs die Scheibe mit Ausnahme des kleinen Hängers in der Mitte interessant halten und sie nicht irgendwann beginnt, vorbeizurauschen.

Ich hoffe sehr, dass ABUSER sich diese Frische und Aggressivität bewahren können, die vielen Thrash Bands mit der Zeit immer mehr abhandenkommt.
ABUSER - Blood Marks (Official Lyric-Video)