Drei Schreihälse in einer Band? Das geht nun wirklich nicht! - Doch, mit Agoraphobic Nosebleed! Tatsächlich, diese Platte ist voll mit Überraschungen und das nicht nur in jedem 7. Song. Wer stumpfes Gegrinde erwartet, wird enttäuscht. Die Band zeigt sich wesentlich variabler als viele Genrekollegen.
Natürlich gibt es wie bei ´Agorapocalypse Now´ auch Bolzerei in Überschallgeschwindigkeit, aber die Band hat mehr drauf. Stellenweise wird sogar böse gedoomt (´Question Of Integrety´) oder mal in D.R.I .-Art losgemosht (´Timelord One´). Durch diese Variabilität halten die Vier das Energielevel hoch, da es sich nicht abnutzen kann. Wer aus Springfield kommt, hat wohl eine gewisse Narrenfreiheit. Die Samples wurden sparsam eingebaut, so dass der Fluss der Platte nicht nach jedem Song gehemmt wird. Mich wundert besonders, dass der Einsatz eines Drumcomputers gar nicht negativ auffällt. Der klingt zum einen sehr real und ist zum anderen auch intelligent programmiert - es gibt sogar ein "Drumsolo" bei ´First National Stem Cell And Clone´. Alle Fans des Geschrotes, die gern eine gemischte Platte Derbes haben, sollten sich (auch) das neue Werk besorgen.