Lange flog die gute ostfriesische Death Metal Szene etwas unter dem Radar. Mit Bands wie SLAUGHTERDAY, TEPLE OF DREAD und auch NAILED TO OBSCURYTY (Jaja, sind kein wirklicher Death Metal mehr) hat sich das geändert. ANASARCA sollten bei dieser Szene immer mitgedacht werden.
Sänger und Gitarrist Michael Dormann, war schon bei VOMITING CORPSES am Start die aus der absoluten Ursuppe der ostfriesischen Szene stammen.
Das gelungene ´Godmachine´ Debüt, das übrigens jüngst von einem chinesischen Label auch und erstmals auf Vinyl wiederveröffentlicht wurde hat nun auch schon 28 Jahre auf dem Buckel. 2004 löste sich die Band dann auf und kehrte 2015 mit dem ´Survival Mode´ Demo zurück auf die todesmetallische Bildfläche. Diese Tracks bildeten dann den Grundstock für das starke 2017er Album, das ebenso betitelt war. So, nun aber zur Gegenwart ist ja ein Review und keine Geschichtsstunde. Jetzt liegt neun Jahre später der bärenstarke Nachfolger vor. Wie bei vielen ostfriesischen Bands (leider) üblich gab es einige Fahrten im Personalkarussell. Für alle die den Sound der Jungs nicht kennen, sie selbst beschreiben ihn als Brutal Melodic Death Metal. Das trifft es gut, sollte aber nicht dazu führen ANASARCA mit Deathcore Bands zu vergleichen. Denn Pseudo Brutalo Strophen, die in einem eingängigen Chorus mit cleanen Vocals münden, gibt es zum Glück nicht. Hier regiert schneller, aggressiver Death Metal eher amerikanischer Prägung, der immer wieder mit Melodien garniert wird.
Kollege Zwingelberg hat mir ja schon vor Jahren eine Melodiephobie attestiert, die trifft zumindest nicht auf das Quartett zu. Das liegt daran, dass die melodischen Einschübe nicht auf Kosten der düsteren Atmosphäre gehen. Ein gutes Beispiel ist der Titeltrack, auch wenn mit die hier die Gitarrenmelodie doch etwas zu nah an DISMEMBERs ´Override of the Overture´ ist. Aber es gibt wahrlich schlechtere Regale, aus denen man sich bedienen kann. Mit ´He Is Dead´ beweisen ANASARCA dann, dass sie auch eigenständige Melodien in hoher Güte auf der Pfanne haben. Wie schon erwähnt wurde ja die Rhythmussektion getauscht und insbesondere Drummer Alf (einigen vielleicht von FEARER bekannt) macht einen großartigen Job. Das Drumming ist erfreulich vielseitig und gleichzeitig songdienlich. Es ist insgesamt ein großes Plus der Scheibe, dass das Songwriting sehr ausgereift aber nie verkopft wirkt. Die Songs verlieren trotz der Abwechslung nicht den Zug nach vorne. Gelungen ist auch die Idee der ´Atempause´ beim Rausschmeißer, die etwas an den Opener des SEANCE Debüts erinnert – auch ein sehr gutes Regal.
Die A-Note stimmt also, und auch das Cover passt sehr gut zum Sound und ist für mich das beste der Bandhistorie. Mit den Texten bewegt sich die Combo jenseits der Klischees und erinnert eher an Bands wie DESULTORY. Und ganz nebenbei: Ich finde das Logo schon immer herausragend gut. Da bleibt dann nur noch der Sound. ´Achlys´ wurde nicht wie viele Alben der Region bei Jörg Uken sondern im Wretched Noise Studio aufgenommen. Der Sound ist differenziert und kraftvoll, vielleicht hätte der Bass noch etwas mehr Raum bekommen können. Ich weiß, dass es beim Balsten ein straff gespanntes Fell auf der Snare braucht, ein etwas wärmerer Klang wäre mir lieber gewesen.
Diese leichten und subjektiven Abzüge in der B-Note ändern aber nichts daran, dass ANASARCA ein absolut überzeugendes Album vorgelegt haben, das zwei Wünsche weckt: 1. Nicht wieder neun Jahre bis zum nächsten Album und 2. Bitte promotet das Album ausgiebig live.
Sänger und Gitarrist Michael Dormann, war schon bei VOMITING CORPSES am Start die aus der absoluten Ursuppe der ostfriesischen Szene stammen.
Das gelungene ´Godmachine´ Debüt, das übrigens jüngst von einem chinesischen Label auch und erstmals auf Vinyl wiederveröffentlicht wurde hat nun auch schon 28 Jahre auf dem Buckel. 2004 löste sich die Band dann auf und kehrte 2015 mit dem ´Survival Mode´ Demo zurück auf die todesmetallische Bildfläche. Diese Tracks bildeten dann den Grundstock für das starke 2017er Album, das ebenso betitelt war. So, nun aber zur Gegenwart ist ja ein Review und keine Geschichtsstunde. Jetzt liegt neun Jahre später der bärenstarke Nachfolger vor. Wie bei vielen ostfriesischen Bands (leider) üblich gab es einige Fahrten im Personalkarussell. Für alle die den Sound der Jungs nicht kennen, sie selbst beschreiben ihn als Brutal Melodic Death Metal. Das trifft es gut, sollte aber nicht dazu führen ANASARCA mit Deathcore Bands zu vergleichen. Denn Pseudo Brutalo Strophen, die in einem eingängigen Chorus mit cleanen Vocals münden, gibt es zum Glück nicht. Hier regiert schneller, aggressiver Death Metal eher amerikanischer Prägung, der immer wieder mit Melodien garniert wird.
Kollege Zwingelberg hat mir ja schon vor Jahren eine Melodiephobie attestiert, die trifft zumindest nicht auf das Quartett zu. Das liegt daran, dass die melodischen Einschübe nicht auf Kosten der düsteren Atmosphäre gehen. Ein gutes Beispiel ist der Titeltrack, auch wenn mit die hier die Gitarrenmelodie doch etwas zu nah an DISMEMBERs ´Override of the Overture´ ist. Aber es gibt wahrlich schlechtere Regale, aus denen man sich bedienen kann. Mit ´He Is Dead´ beweisen ANASARCA dann, dass sie auch eigenständige Melodien in hoher Güte auf der Pfanne haben. Wie schon erwähnt wurde ja die Rhythmussektion getauscht und insbesondere Drummer Alf (einigen vielleicht von FEARER bekannt) macht einen großartigen Job. Das Drumming ist erfreulich vielseitig und gleichzeitig songdienlich. Es ist insgesamt ein großes Plus der Scheibe, dass das Songwriting sehr ausgereift aber nie verkopft wirkt. Die Songs verlieren trotz der Abwechslung nicht den Zug nach vorne. Gelungen ist auch die Idee der ´Atempause´ beim Rausschmeißer, die etwas an den Opener des SEANCE Debüts erinnert – auch ein sehr gutes Regal.
Die A-Note stimmt also, und auch das Cover passt sehr gut zum Sound und ist für mich das beste der Bandhistorie. Mit den Texten bewegt sich die Combo jenseits der Klischees und erinnert eher an Bands wie DESULTORY. Und ganz nebenbei: Ich finde das Logo schon immer herausragend gut. Da bleibt dann nur noch der Sound. ´Achlys´ wurde nicht wie viele Alben der Region bei Jörg Uken sondern im Wretched Noise Studio aufgenommen. Der Sound ist differenziert und kraftvoll, vielleicht hätte der Bass noch etwas mehr Raum bekommen können. Ich weiß, dass es beim Balsten ein straff gespanntes Fell auf der Snare braucht, ein etwas wärmerer Klang wäre mir lieber gewesen.
Diese leichten und subjektiven Abzüge in der B-Note ändern aber nichts daran, dass ANASARCA ein absolut überzeugendes Album vorgelegt haben, das zwei Wünsche weckt: 1. Nicht wieder neun Jahre bis zum nächsten Album und 2. Bitte promotet das Album ausgiebig live.