Mitten in den Frühling, der uns die ersten heißen Tage schenkt (oder uns damit straft - je nach Standpunkt), platzt eine Platte, die so gar nicht in die Jahreszeit passt.
Beim Hören von "Le Mirage De L'ideal" hat man eher einen wolkenverhangenen Herbsttag als strahlend blauen Himmel vor dem geistigen Auge. Der Funeral Doom-lastige Sound von Arcana Coelestia kriecht langsam und schleppend aus den Boxen und ist insgesamt recht schwer verdaulich. Dennoch hat diese schwermütige Musik ihren Reiz, auch wenn sie natürlich nicht an die Meisterwerke entfernter Verwandter wie My Dying Bride heranreicht. Ein paar mehr schöne Melodien hätten die Platte sicher auch in höhere Punktesphären gehievt. Wer jedoch vor zu viel guter Laune mal wieder ein schwermütiges Stück Musik braucht, ist hier bestens bedient.