BLOODY INVASION sind im Berliner Umland, genauer gesagt im brandenburgischen Neuruppin beheimatet, haben 2014 mit einer selbstbetitelten EP debutiert, um nun endlich das vorliegende Album via Kernkraftritter Records zu veröffentlichen.
"Zombie Invasion" bietet knackigen, klassischen Todesmetall, der sehr melodisch und mitunter auch schön groovig ausfällt, es aber trotzdem nicht an Härte mangeln lässt. Das Quintett spielt ambitioniert auf und ist beispielsweise nicht nur durch den einen oder anderen cleanen Gitarrenpart und vereinzelte Klavier- und Keyboardparts um Abwechslung bemüht. Technisch agiert man mehr als solide und dennoch verhehlen die rund 40 Minuten nicht, dass man es mit dem eingespielten Liedgut vor allem in Sachen Songwriting nicht schafft, sich nachhaltig von der Konkurrenz aus der Veröffentlichungsmasse abzuheben. Man verstehe mich nicht falsch, "Zombie Society" brettert schon ordentlich nach vorne, hat aber viele Längen und klingt daher in meinen Ohren zu oft ebenso gefällig und austauschbar, ohne dass ich erwarten würde, dass man das Death Metal - Rad neu erfindet. Es wäre vermessen und falsch, BLOODY INVASION Talent und Potenzial abzusprechen aber die Frau am Schlagzeug und ihre Mitstreiter werden sich mit den kommenden Veröffentlichungen ordentlich Strecken und deutlich mehr aus ihren Möglichkeiten heraus holen müssen, um sich dauerhaft im Underground etablieren und durchsetzen zu können. Somit ist "Zombie Society" ein Album, dass in erster Linie Todesstahl-Fetischisten und -puristen vorbehalten ist.
Bloody Invasion - Zombie Society:
Bloody Invasion - Zombie Society: